Onko-Vereinbarung: Einigung im Vertragspoker erzielt

Die monatelange Hängepartie um eine Anschlussregelung zur Onkologie-Vereinbarung ist zu Ende.

Veröffentlicht:

BERLIN (hom). KBV und GKV-Spitzenverband haben sich nach langen und zähen Verhandlungen auf eine Anschlussregelung zur Onkologie-Vereinbarung einigen können. Damit gelten erstmals bundesweit einheitliche Regeln für die ambulante Versorgung krebskranker Patienten (wir berichteten). Eine Ausnahme davon bilde allerdings "noch" die Vergütungsregelung, heißt es in einem Schreiben von KBV-Chef Dr.Andreas Köhler an die 17 KVen.

Nach der jetzt getroffenen Übereinkunft werde zwar eine bundesweit einheitliche Struktur der Kostenpauschalen vorgegeben. "Aufgrund der bestehenden Unterschiede der Vergütungshöhe der bisherigen regionalen Vereinbarungen konnten hierfür jedoch noch keine bundeseinheitlichen Bewertungen vorgegeben werden." Stattdessen würden unter Orientierung am bisherigen KV-spezifischen Vergütungsniveau "Mischpreise" gebildet.

Teilnehmen an der onkologischen Versorgung können sowohl Internisten mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie als auch andere Fachärzte mit der Zusatzbezeichnung medikamentöse Tumortherapie. Vereinbart wurde zudem eine Mindestmengenregelung. Um zu verhindern, dass diese eine flächendeckende onkologische Versorgung gefährdet, können regional Abweichungen von den Mindestmengen vereinbart werden.

Der Einigung war ein langes Geplänkel um Kompetenzen auf Kassenseite vorausgegangen. Als Folge des neuen Organisationsrechts bei den Kassen war deren Verhandlungshoheit auf den GKV-Spitzenverband übergegangen. Daraufhin hatten die Kassen regionale Onkologie-Vereinbarungen aufgekündigt.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

ePA-Plattformen

KI und neue Anbieter sollen die ePA voranbringen

Pressekonferenz mit klarer Ansage

KBV und DKG gehen auf Gegenkurs zu Nina Warkens Spargesetz

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Flugmediziner klärt auf

Wann ein Mensch zu krank für den Flug ist

DGIM-Kongress

Gynäkologin: HPV-Impfung auch nach Konisation noch sinnvoll

Lesetipps
Ein älterer Mann liegt wach im Bett und kann nicht schlafen. Eine Uhr auf dem Nachtkasten zeigt kurz vor 3 Uhr an.

© amenic181 / stock.adobe.com

α-Synuclein-Abbau fördern

Parkinson: Wieso guter Schlaf besonders präventiv wirkt