Transplantation

Paare sollen Organe nach dem Willen von AfD und FDP tauschen dürfen

Veröffentlicht:

BERLIN. FDP und AfD wollen sogenannte Überkreuz-Organspenden zwischen zwei Paaren ermöglichen. Dafür haben die Bundestagsfraktionen beider Parteien getrennt voneinander Vorschläge ausgearbeitet, die am Donnerstag vorgestellt werden sollen.

Die Idee ist, dass zwei geeignete Spender-Empfänger-Paare die gespendeten Organe untereinander tauschen dürfen sollen – ohne dass dafür Geld fließt. Voraussetzung dafür wäre auch eine entsprechende Datenbank, in der Spendenwillige erfasst werden.

Die AfD will, dass die Eingriffe von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden. Die FDP will, dass ehemalige Lebendspender bei der Suche nach einem Spenderorgan bevorzugt werden, „wenn sie selbst aufgrund einer Krankheit eine Transplantation benötigen“.

Die Überkreuz-Spende ist unter anderem in den Niederlanden und Spanien gestattet. Wer es sich leisten könne, gehe für einen solchen Eingriff deshalb derzeit ins Ausland, so die FDP-Abgeordnete Katrin Helling-Plahr. (dpa)

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Deprimierende Bilanz der Fachgesellschaft

Deutschland und Organspende: DGTI bemängelt fehlenden Fortschritt

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zu dunkel für den Streifentest

Kasuistik: Warum sich der Urin nach Penicillingabe verfärbte

Ausgezeichnet mit dem Medizin-Nobelpreis

Karikó & Weissman: Die Nobelpreisträger im Kurzporträt

Ergebnis einer Studie zu Typ-2-Diabetes

HbA1c-Schwellenwert könnte bei Frauen zu hoch sein

Lesetipps
Gegen immer mehr Erreger von Atemwegsinfektionen kann im Herbst geimpft werden. Der Schutz kommt vor allem Risikogruppen zugute.

© colnihko / stock.adobe.com

Interview mit STIKO-Mitglied Bogdan

Herbst-Impfungen: Aller guten Dinge sind drei

Krankes Kind mit Grippe im Bett KI

© Knopp-Pictures / stock.adobe.com

57. DEGAM-Jahrestagung

Mama ist Ärztin – das kann auch zum Problem werden

Diagnosegebende enge Grenzwerte können auch kritisch gesehen werden: Um ein mögliches „Diabetes-Stigma“ ging es jetzt auch beim DEGAM-Kongress. (Symbolbild)

© Andrey Popov - stock.adobe.com

Nationale Versorgungsleitlinie Diabetes mellitus

Blutzucker-Grenzwerte: Mit der Diagnose kommt das Stigma