Pädiater fordern nach Hartz-IV-Urteil mehr Chancengleichheit

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KÖLN (ras). Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Hartz-IV-Regelsätzen hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mehr Chancengleichheit für sozial benachteiligte Kinder gefordert. Bei einer Neuregelung der Bedarfssätze oder Unterstützungsangebote müsse dieser Aspekt berücksichtigt werden. "Es geht darum, sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen Bildung und gesellschaftliche Teilhabe von Anfang an zu ermöglichen", sagte Verbandssprecher Dr. Ulrich Fegeler. Die Frühförderung müsste ausgebaut und qualitativ verbessert werden, um die Chancen aller Kinder auf einen guten Schulabschluss, eine positive Sozialprognose und einen besseren Gesundheitsstatus zu erhöhen.

Daher sei es nötig, das vorschulische Betreuungssystem auszubauen und zu verbessern. Medizinische Hilfsangebote wie Logopädie, Ergotherapie oder Krankengymnastik könnten frühkindliche Förderdefizite von Kindern aus sozial benachteiligten Familien nicht ausgleichen. Die Förderung müsse rechtzeitig in pädagogischen Einrichtungen wie Kindertagesstätten erfolgen.

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