Vernetzung

Pädiater fordern neue Versorgungskonzepte

Veröffentlicht:

BAD ORB. Die ambulanten Versorgungsstrukturen in der Kinder- und Jugendmedizin können flächendeckend in Zukunft nur aufrecht erhalten werden, wenn völlig unterschiedliche Versorgungskonzepte nachhaltig umgesetzt und finanziert werden.

Davon ist Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) überzeugt.

Wie er beim Herbstkongress des BVKJ in Bad Orb ausführte, müssten neben den herkömmlichen Einzelpraxen vermehrt fachübergreifende Formen von Berufsausübungsgemeinschaften und pädiatrische Versorgungsnetze etabliert werden.

Zudem könnten Großpraxen an unterschiedlichen Standorten (Zweigpraxen) mit angestellten Ärzten und medizinische Versorgungszentren in freier Trägerschaft oder angegliedert an Kinder- und Jugendkliniken die künftige gesundheitliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewährleisten.

Dazu, so Hartmann, müsse die Politik die Rahmenbedingungen aber entscheidend verändern. In kleineren Gemeinden seien Praxisräume einzurichten, die stunden- oder tageweise von unterschiedlichen Fachrichtungen genutzt werden können.

In Regionen mit unzureichendem öffentlichen Nahverkehr müssten regelmäßige Transportmöglichkeiten, analog den Schulbussen, in die Zentren mit medizinischer Versorgung geschaffen werden. Rollende Arztpraxen seien dagegen "keine Lösung", um die pädiatrische Versorgung zu sichern. (ras)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Versteckte Zucker

Wie Fruktose den Nieren schadet

Lesetipps
Urinprobe für Harnsäuretests im Labor zur Feststellung von Anomalien im Urin.

© kittisak / stock.adobe.com

Treat-to-Target-Strategie

Gicht: Mit der Harnsäure sinkt auch das kardiovaskuläre Risiko