Direkt zum Inhaltsbereich

Pharma-Industrie fordert Standortinitiative

BERLIN (ble). Die forschenden Arzneimittelhersteller haben die Bundesregierung aufgefordert, Gespräche über eine breit angelegte Initiative für den Pharmastandort Deutschland aufzunehmen.

Veröffentlicht:

Die Industrie reagiert damit auf die anhaltende Skepsis ausländischer Pharmamanager mit Blick auf den Standort Deutschland. Nach einer gestern in Berlin vorgestellten Studie des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI) beruht diese auf einer zum Teil als widersprüchlich und intransparent empfundenen Regulierungsdichte sowie den ineffizienten Antrags- und Genehmigungsverfahren.

So kritisierten die Entscheider die Kostenfokussierung des deutschen Gesundheitswesens, sagte Professor Dr. Thomas Straubhaar vom HWWI bei der Vorstellung der Studie im Auftrag des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA). Dabei habe die Regierung mit Forschungsinitiativen, der Exzellenzförderung und der Unternehmenssteuerreform durchaus positive Signale gesetzt.

"Deutschland ist ein guter Pharmastandort mit schlechter Ausstrahlung", sagte der VFA-Vorsitzende Dr. Wolfgang Plischke. "Obwohl wir auf vielen Feldern bereits ein "Branchen-Prinz" sind, sehen viele Insider doch nur einen ,Frosch‘, wenn sie auf uns blicken." Jahr für Jahr flössen deshalb wichtige Investitionen an Deutschland vorbei.

Als mögliche Inhalte einer Standortinitiative verwies Plischke auf das Beispiel Singapurs. Dort gebe die Regierung Milliardenbeträge für Forschung und Entwicklung aus. In China und Indien seien ähnliche Anstrengungen zu erwarten, mahnte Plischke.

HWWI-Experte Straubhaar zeigte sich vor allem darüber überrascht, dass für die Standortentscheidungen ausländischer Unternehmen die Produktions- und Absatzmöglichkeiten weiter eine ebenso wichtige Rolle spielen wie das Umfeld für Forschung und Entwicklung.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Zi-Statistik

Antibiotikaverordnungen: Rückgang um 11,5 Prozent

Mai-Sitzung des CHMP

EMA-Experten empfehlen vier Pharma-Innovationen zur europaweiten Zulassung

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz

Erste klinische Studie belegt Wirksamkeit des Herzpflasters

Münchner Aids- und Infektiologie-Tage

Chronische Hepatitis B: Heilung durch monoklonalen Antikörper?

Lesetipps
Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

Spirometrie bei einem Mann.

© John Thys / Reporters / Science Photo Library

Änderungen aus dem GOLD-Update

Neues Vorgehen bei COPD: Proaktiv statt reaktiv!

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram