Kommentar – Psychotherapeuten-Ausbildung

Problemlöser gesucht!

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seinen Entwurf für eine Reform der Psychotherapeuten-Ausbildung gegen Widerstände aus der Ärzteschaft durchs Kabinett gebracht. Im Kern bleibt es bei den Eckpunkten, wenngleich auf die Modellstudiengänge etwa zur Verordnung von Psychopharmaka verzichtet wird. Das war bereits im Vorfeld auch von vielen Psychotherapeutenverbänden kritisiert worden.

Dennoch, dieser Entwurf hat es in sich und wird weiterhin für Unruhe sorgen, weil die großen Fragen, etwa nach der klaren Abgrenzung beim Versorgungsauftrag für Neurologen, Psychiater und Psychotherapeuten, (noch) nicht gelöst sind. Das gilt auch für die Finanzierung der Weiterbildung und die Vergütung insgesamt – mit oder ohne eigenen Topf. Und: Was passiert in der Übergangszeit bis die ersten Absolventen in zehn Jahren verfügbar sind? Hier gibt es Erklärungsbedarf.

Spannend ist aber auch der Auftrag an den Bundesausschuss (GBA), die „berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit“ zu koordinieren. Ein kluger politischer Schachzug, die Selbstverwaltung mit der Lösung ihres Problems zu beauftragen. Man wird sehen, ob am Ende das Strucksche Gesetz gilt: Kein Gesetzentwurf verlässt den Bundestag so, wie er hereingekommen ist...

Lesen Sie dazu auch: Psychotherapueten: Kabinett beschließt Ausbildungsreform

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen

Digitale Gesundheitsanwendungen

Elektronische Verordnung für DiGA jetzt freiwillig möglich

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen

Lesetipps
Eine Frau streckt ihre Zunge heraus, man sieht ihre Zähne oben.

© vladimirfloyd / stock.adobe.com

Halitosis

Was hinter Mundgeruch stecken kann