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Nachfolger für Manne Lucha

Psychologe Oliver Hildenbrand soll Gesundheitsminister in Baden-Württemberg werden

Das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg bleibt in grüner Hand. Der 38-Jährige Oliver Hildenbrand soll Manfred Lucha im Amt nachfolgen. Die Gesundheitspolitikerin Petra Krebs ist als Staatssekretärin designiert.

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Der Politiker Oliver Hildenbrand und die Politikerin Petra Krebs.

Sollen die Hausspitze im baden-württembergischen Gesundheitsministerium bilden: Oliver Hildenbrand als Minister und Petra Krebs als Staatssekretärin.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance | Lena Lux

Stuttgart. Der 38-jährige Oliver Hildenbrand soll Nachfolger von Manfred Lucha als Gesundheitsminister in Baden-Württemberg werden. Das kündigte der designierte Ministerpräsident Cem Özdemir bei der Vorstellung der grünen Kabinettsmitglieder an. Lucha hatte nach zehnjähriger Amtszeit frühzeitig seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur bei den Landtagswahlen bekanntgegeben.

Er sei „zutiefst dankbar für dieses Zutrauen“ und „blicke voller Respekt auf die mir liegende Aufgabe“, so Hildenbrand. Der Psychologe wird dem linken Flügel seiner Partei zugerechnet, in der er tief verwurzelt ist. Hildenbrand war Sprecher der Grünen Jugend und von 2013 bis 2021 Landesvorsitzender seiner Partei.

Bei der Landtagswahl am 8. März gewann Hildenbrand zum zweiten Mal nach 2021 mit 30,3 Prozent ein Direktmandat im Wahlkreis Stuttgart III. In der letzten Legislaturperiode war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender und gehörte dem Innen- und dem Sozialausschuss an. Zudem ist er Sprecher für Queerpolitik seiner Fraktion gewesen.

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Profiliert hat sich Hildenbrand aber insbesondere als Innenpolitiker, zuletzt war er unter anderem Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Berührungspunkte zum Gesundheitswesen ergeben sich in seiner Vita aus dem Psychologiestudium in Bamberg und Bonn. Nach dem Abitur hat er zudem ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Psychiatrischen Klinik absolviert.

Petra Krebs soll Staatssekretärin werden

Hildenbrands Staatssekretärin soll die grüne Abgeordnete Petra Krebs werden. Die 57-Jährige gehört seit 2016 dem Landtag an und ist zuletzt Sprecherin für Soziales, Gesundheit und Pflege in ihrer Fraktion gewesen.

Krebs gilt als sattelfest in gesundheitspolitischen Themen. Bei den grün-schwarzen Koalitionsgesprächen war sie Verhandlungsführerin ihrer Partei für Soziales & Gesundheit. Sie vertritt den Wahlkreis Wangen-Illertal im Allgäu.

Bis sie ihr Landtagsmandat antrat, hat Krebs als ausgebildete Krankenschwester auf einer neurologischen Station gearbeitet. In ihrer Fraktion war sie bisher als stellvertretende Vorsitzende sowie als Vorsitzende des Arbeitskreises Soziales, Gesundheit und Integration verortet. Krebs soll als Staatssekretärin ihre Parteikollegin Dr. Ute Leidig im Ministerium ablösen.

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Die grün-schwarze Landesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag unter anderem auf die Einführung einer Kinderarztquote verständigt. Unterstützung signalisiert die künftige Koalition für „multiprofessionelle Praxismodelle“ im Rahmen der Primärversorgung.

Das Förderprogramm „Landärzte“ soll fortgeführt werden und auch die Unterstützung „genossenschaftlich organisierter und gemeinwohlorientierter MVZ“ ermöglichen. Aktuelle Herausforderungen für Praxisinhaber – landesweit sind rund 40 Prozent der Hausärzte über 60 Jahre alt – sind im Koalitionsvertrag nicht ausdrücklich adressiert. (fst)

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