Direkt zum Inhaltsbereich

"Pille danach"

Regierung spielt weiter auf Zeit

Vor der Entscheidung der EMA zur Rezeptfreiheit von Ulipristal hat das BMG noch keine Vorbereitungen getroffen.

Veröffentlicht:

BERLIN. In der Diskussion um die "Pille danach" und die Empfehlung des EU-Arzneimittelausschusses, das Präparat "ellaOne®" rezeptfrei abzugeben, spielt die Bundesregierung bei Regelungen zur Beratung oder möglichen Änderungen des Heilmittelwerbegesetzes weiter auf Zeit.

"Die endgültige Entscheidung bleibt abzuwarten", heißt es in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Links-Fraktion im Bundestag.

Aus dem Dokument, das der "Ärzte Zeitung" vorliegt, geht ebenfalls hervor, dass die Bundesregierung davon ausgeht, dass "als letzte Konsequenz" auch Notfallkontrazeptiva mit dem Wirkstoff Levonogestrel aus der Verschreibungspflicht entlassen werden könnten.

Über die Qualitätsanforderungen an die künftige Beratungsqualität bei der Abgabe der rezeptfreien "Pille danach" wurden noch keine Gespräche geführt, erklärt die Bundesregierung.

"Auch hat die Bundesregierung noch keine Pläne, wie insbesondere junge und sozial benachteiligte Frauen die Kosten für das Notfallpräparat weiterhin erstattet bekommen können", kommentiert Kathrin Vogler, Sprecherin für Arzneimittelpolitik bei der Linksfraktion im Bundestag.

Weiter teilte Vogler mit: "Die EU-Kommission wird wohl in wenigen Wochen der Empfehlung des Arzneimittelausschusses der europäischen Arzneimittelagentur folgen und die Rezeptpflicht für Ulipristal aufheben.

Dann wird es eng für Minister Gröhes Blockade." Aus der Antwort werde auch deutlich, dass die Bundesregierung sich weiter ein "Hintertürchen" offen halte, da "speziell für Verhütungsmittel nationale Sonderwege beibehalten werden können", so Vogler.

Außerdem erklärt die Bundesregierung, dass die acht deutschen Mitglieder im EMA-Ausschuss gegen das Ende der Verschreibungspflicht votiert haben. (bee)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Holzklötze mit Symbolen für verschiedene Versicherungsarten, dahinter eine Person im weißen Hemd.

© REDPIXEL / stock.adobe.com

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vom Schmerzgel bis zum Wiegenlied

Zehn Strategien gegen Impfstress

Kasuistik

Lebensgefahr! Tattoo mit schockierenden Folgen

Lesetipps
Bluttest

© NiDerLander / stock.adobe.com

Demenz erkennen

Neuer Ansatz für eine Alzheimer-Diagnostik mittels Bluttests

Eine schwangere Frau hält sich die rechte Bauchseite und telefoniert.

© T Mdlungu/peopleimages.com / Stock.adobe.com

Kasuistik

Schwangere mit akutem Abdomen: Der Blinddarm war es diesmal nicht