Arzneimittel

Register gibt Auskunft über Lieferengpässe

Zunächst freiwillig sollen Arzneimittelhersteller Lieferengpässe melden, so das Bundesgesundheitsministerium.

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BONN. Ab Freitag gibt es ein Register auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Auskunft über bestehende Lieferengpässe bei Arzneimitteln.

Damit will das Bundesgesundheitsministerium nach eigenen Angaben die Kommunikation zwischen den beteiligten Kreisen - Herstellern, Apothekern und Ärzten - erhöhen. In den vergangenen Monaten war es besonders bei Onkologika wiederholt zu Lieferengpässen gekommen.

Betroffen waren vor allem Kliniken. Die Meldungen erfolgen von Pharmaherstellern "zunächst auf freiwilliger Basis", so das BMG. Das Ministerium verfolge die Versorgungssituation aber "sehr aufmerksam" und prüfe, ob weitere Maßnahmen nötig seien, heißt es.

Vergleichbares Register in den USA

Als Lieferengpass gilt eine "voraussichtlich über zwei Wochen hinausgehende Unterbrechung der Arzneimittelauslieferung im üblichen Umfang".

Melden sollen Hersteller Lieferengpässe vor allem bei Onkologika, Antibiotika, Notfallarzneimitteln oder Arzneimitteln, die im Zusammenhang mit Operationen angewendet werden.

Ärzte und Apotheker sollen durch das Register in die Lage versetzt werden, kurzfristig, sofern möglich, auf Therapiealternativen auszuweichen.

Das BMG verweist darauf, dass ein vergleichbares Register in den USA dazu beitragen konnte, die Zahl der Versorgungsengpässe zu reduzieren.Hersteller und Großhändler sind in Deutschland nach Paragraf 52b Arzneimittelgesetz verpflichtet, zugelassene Medikamente kontinuierlich bereitzustellen. (fst)

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