Berufspolitik

Rheinland will als Gesundheitsregion Vernetzung fördern

KÖLN (iss). Mit innovativen Ideen und hoher Qualität der Angebote wollen rund 40 Vertreter aus verschiedenen Sparten des Gesundheitswesens im Rheinland Flagge zeigen. Sie haben in Köln die Gründung des Vereins "Gesundheitsregion Rheinland" beschlossen, der sich als "Netzwerk innovativer Gesundheitsdienstleister" versteht.

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Initiator ist der Münsteraner Medizinrechtler Dr. Karl-Heinz Schnieder, der vor rund zwei Jahren mit 20 Mitstreitern die "Gesundheitsregion Münster" aus der Taufe gehoben hat. Der Verein im Rheinland ist schon der sechste seiner Art. Gefördert wird die Initiative von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.

Die Grundidee sei es, aus allen Sparten des Gesundheitswesens die besten Köpfe zusammenzubringen, sagte Schnieder bei der Auftaktveranstaltung in Köln. "Wir brauchen innovative Ansätze, um neue Wege gehen zu können." Dafür seien die Bildung von Netzen und die Zusammenarbeit quer durch alle Bereiche notwendig.

"Wir haben bisher immer nur auf einer Schmalspur vor uns hin gearbeitet, wir müssen die Kommunikation verbessern", sagte der frisch gewählte Vorsitzende der "Gesundheitsregion Rheinland", der Kölner Gynäkologe Dr. Jürgen Klinghammer. Wichtig sei die Unabhängigkeit von der Politik und von Standesorganisationen.

Um die Verzahnung zu fördern und einen Wissenstransfer zu ermöglichen, werde der Verein Seminare, Vorträge und Fortbildungen organisieren und Foren einrichten, kündigte Klinghammer an. Im Mittelpunkt des Interesses müsse die optimale Versorgung der Patienten stehen. "Der Standard muss sehr hoch sein, nur dann können wir überzeugen."

Der Bayreuther Gesundheitsökonom Professor Peter Oberender begrüßte das Konzept. "Ich sehe die Zukunft in der regionalen Gesundheitsversorgung", sagte er. Kein Markt sei so zukunftssicher wie die Gesundheitswirtschaft, so Oberender. "Es fehlt bei uns aber das Denken, dass jeder selbst etwas beitragen muss."

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