Berufspolitik

Rhön auf Expansion - Angebot an Vertragsärzte

FRANKFURT (HL). Die absehbare Finanznot der Kommunen will die Rhön-Klinikum AG zur Expansion nutzen. Für rund eine Milliarde Euro sollen kommunale Kliniken aufgekauft und neu strukturiert werden.

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Unter dem Strich würden damit Arbeitsplätze vor allem im medizinischen Bereich geschaffen, kündigte Rhön-Vorstandschef Wolfgang Pföhler in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" an. Die Arbeitsabläufe sollen optimiert werden, indem geeignete bauliche Strukturen geschaffen werden.

Eine Rationierung medizinischer Leistungen hält Pföhler für nicht notwendig: "Wir kämpfen für eine Rationalisierung. Wir wollen nicht, dass sich große Wartelisten bilden."

Mit Blick auf die Expansionspläne in der ambulanten Medizin, etwa durch Medizinische Versorgungszentren, versicherte Pföhler, dass sich niedergelassene Ärzte keine Sorgen machen müssten: "Wir arbeiten an einem System, das es jedem Patienten in Deutschland ermöglicht, unsere Einrichtungen in anderthalb bis zwei Stunden zu erreichen."

Auf dem Lande mit geringer Bevölkerungsdichte wolle das Klinik-Unternehmen zusammen mit niedergelassenen Ärzten Versorgungszentren aufbauen. Die Ärzte könnten bei Rhön angestellt werden oder auch selbstständig bleiben. Dies müssten letztlich die Ärzte selbst entscheiden.

In letzter Zeit war Rhön mit dem Aufkauf von Kliniken zurückhaltend gewesen. Man habe nicht jeden Preis bezahlen wollen, erklärte Pföhler. Das werde sich als Folge der Rezession und der Steuerausfälle bei Kommunen wieder ändern.

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Kommentare
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Helmut Karsch

Wettbewerb?

Ulla Schmidt war angetreten um den Wettbewerb im Gesundheitswesen zu entfachen. Das was Frau Schmidt nie verstanden hat, ist der Umstand das ein reiner Kapitalismus nicht auf mehr Wettbewerb aus ist, sondern auf Marktdominanz also Monopolisierung oder Oligopolisierung (Siehe Energiewirtschaft)Wenn also Herr Pöhler feststellt das die Kommunen klamm sind, fallen der Rhöngruppe die Häuser wie reife Früchte zu. Noch nie in der Geschichte dieser Republik ist es einfacher gewesen die öffentliche Darseinfürsorge durch private Investoren zu ersetzen. Hat erst einmal die Rhöngruppe, Asklepios, Helios und Sana den Markt übernommen, werden wir uns alle wundern wie elastisch die Preis für eine Behandlung werden und wie die Gesamtausgaben im Krankenhausbereich ansteigen werden. Aber das ist nimmt diese Ministerin ja billigend in Kauf.


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