SPD hält Vorkasse in unterversorgten Regionen für absurd

BERLIN (fst). Die SPD wertet die Forderung des FDP-Bundestagsabgeordneten Lars Lindemann für "weltfremd", gesetzlich Versicherte in ärztlich unterversorgten Gebieten regelmäßig zur Kostenerstattung zu zwingen.

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Lindemann verspricht sich davon, dass sich Ärzte vermehrt wieder in diesen Regionen niederlassen. Bessere sich die Versorgung dort, könne man wieder zum Sachleistungsprinzip zurückkehren, schlug der FDP-Politiker, der Mitglied des Gesundheitsausschusses ist, vor.

SPD-Fraktionsvize Elke Ferner nannte den Vorschlag "bezeichnend" für die Gesundheitspolitik von Schwarz-Gelb. Regionen mit hohen Einkommen und vielen Privatversicherten seien mit Ärzten überversorgt. Dagegen fehlten Mediziner in strukturschwachen Gebieten und Stadtvierteln.

"Wer dort Vorkasse erzwingen will, riskiert den völligen Zusammenbruch der Versorgung, weil die Menschen schlicht nicht mehr zum Arzt gehen können", sagte Ferner. Die FDP-Vorschläge verunsicherten die Patienten, kritisierte sie.

Lindemann dagegen sagte, er wollte "eine Debatte anregen". Lobend äußerte sich Ferner zum Vorschlag der Kassen, Arztsitze in überversorgten Gebieten nur auf Zeit zu vergeben. Das gehe in "die richtige Richtung".

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