Berufspolitik

Saar-Uni hofft erneut auf Lehrstuhl für Allgemeinmedizin

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SAARBRÜCKEN (kud). Die langjährigen Forderungen nach einem Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Universität des Saarlandes scheinen tatsächlich Früchte zu tragen: In der neuen Ziel- und Leistungsvereinbarung zwischen der Uni und dem Wissenschaftsministerium wurde das Vorhaben erstmals von beiden Partnern festgeschrieben.

"Um die Attraktivität der Fachdisziplin Allgemeinmedizin für die Studierenden der Medizin zu erhöhen und dem mittelfristig prognostizierten Mangel an Allgemeinmedizinern entgegen zu wirken, wird die Universität mit Unterstützung von Stiftungsmitteln die Errichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin betreiben", heißt es in der für die Jahre 2011 bis 2013 gültigen Vereinbarung.

Bisher ist die Allgemeinmedizin an der Saar-Uni nur im Rahmen von Lehraufträgen verankert. Schon vor 14 Jahren hatte sich die Ärztekammer für einen eigenen Lehrstuhl eingesetzt, doch scheiterten wiederholte Vorstöße aus Ärzteschaft und Politik immer an knappen Finanzen. Die Jamaika-Koalition verständigte sich im vergangenen Jahr auf einen neuen Anlauf, den Wissenschaftsminister Dr. Christoph Harmtann (FDP) nun mit der Uni verbindlich fixiert hat.

Beifall bekamen Minister und Uni von der CDU-Landtagsfraktion. Deren gesundheitspolitischer Sprecher Tobias Hans erwartet sich von dem Lehrstuhl eine deutliche Attraktivitätssteigerung für die Allgemeinmedizin. Allerdings müsse man sich bemühen, die im Saarland ausgebildeten Mediziner auch in der Region zu halten und damit einem Hausärztemangel vorzubeugen.

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