Forensische Straftäter

Saarland und Rheinland-Pfalz kooperieren bei therapeutischer Nachsorge

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HOMBURG. Bei der therapeutischen Nachsorge für entlassene Sexual- und Gewalttäter arbeiten das Saarland und das angrenzende Rheinland-Pfalz künftig zusammen.

Die beiden Länder vereinbarten die gemeinsame Anerkennung, Nutzung und Grundfinanzierung der Forensisch-Psychiatrischen Ambulanz an der Universität des Saarlandes in Homburg.

Der saarländische Justizminister Peter Strobel (CDU) betonte bei der Vertragsunterzeichnung, eine nachhaltige Resozialisierung von Straftätern sei auch Opferschutz.

Sein rheinland-pfälzischer Amtskollege Herbert Mertin (FDP) bezeichnete die Forensischen Ambulanzen als ein entscheidendes Hilfsmittel, um weitere gefährliche Gewalt- und Sexualstraftaten durch rückfallgefährdete Personen zu verhindern. Der neue Standort Homburg ergänze das bereits bestehende Angebot an Ambulanzen vor allem für die grenznahen Gebiete Pirmasens und Zweibrücken.

In Rheinland-Pfalz gibt es vier Ambulanzstandorte in Ludwigshafen, Trier, Koblenz und Mainz. Die Zahl der Therapieweisungen im Rahmen von Bewährungsunterstellungen und Führungsaufsicht wachse jedoch stetig.

Laut Studien bedürfen Behandlungserfolge, die während der Haftzeit erzielt wurden, zur Stabilisierung einer abgestimmten therapeutischen Nachsorge.

Die Kosten werden aber weder vom Sozialhilfeträger noch von den Krankenkassen übernommen. Deshalb tragen die Nachbarländer zunächst hälftig die Anschubfinanzierung für die neue Ambulanz. (kud)

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