Sachsen-Anhalt: Patienten warten beim Arzt länger

MAGDEBURG (zie). 72 Prozent der in Sachsen-Anhalt lebenden Menschen haben in den vergangenen zwölf Monaten wegen gesundheitlicher Probleme einen Arzt aufgesucht - vier Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die der BKK-Landesverband in Auftrag gegeben hatte.

Veröffentlicht:

Akute Beschwerden waren in einem von drei Fällen Grund für den Arztbesuch. Während 26 Prozent der Patienten einen Arzt ohne Terminvereinbarung aufsuchte, erhielt mehr als die Hälfte der Befragten einen längerfristigen Termin, allerdings meist für planbare Routine- oder Kontrolluntersuchungen. Die durchschnittliche Wartezeit von 27 Tagen liegt eine Woche über dem Bundesdurchschnitt.

Laut der Umfrage warten Sachsen-Anhalter im Schnitt eine gute halbe Stunde im Wartezimmer - fünf Minuten länger als im Bundesmittel. Dr. Burkhard John, Vorstand der KV Sachsen-Anhalt wertete das Ergebnis positiv. "Der Eindruck, die Wartezeiten hätten ein nicht vertretbares Maß angenommen oder Patienten werden abgewiesen, relativiert sich angesichts dieser Zahlen. Die Studie bestätigt: In Sachsen-Anhalt ist die ambulante medizinische Versorgung gesichert." John verwies jedoch auf zunehmende Probleme mit der Nachbesetzung von Arztpraxen im Lande. Förderung, die gemeinsam mit den Gremien der Selbstverwaltung initiiert werde, könne Engpässe nur mindern, nicht beseitigen.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Glaskuppel zu Wartezeiten in Arztpraxen: Ultimative Fragen

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ergänzung zu Antibiotika?

Mit intravaginaler Ascorbinsäure gegen bakterielle Vaginose

Review

RAS-Blocker präoperativ eher nicht absetzen?

Lesetipps
Ein Mann schwimmt in einem Schwimmbecken.

© TeamDF / stock.adobe.com

Umbrella-Review

Welcher Sport bei Depression und Angststörung am besten hilft