Berufspolitik

Sachsen bleibt für ausländische Mediziner attraktiv

Immer mehr Ärzte aus Polen, der Slowakei, Russland und Österreich arbeiten in Sachsen.

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DRESDEN (bee). Die Zahl ausländischer Ärzte steigt in Sachsen weiter. Bis Ende 2009 zählte die Landesärztekammer 1249 Ärzte aus 82 Nationen. Das sind 102 Ärzte mehr als im vergangenen Jahr. Die meisten Ärzte, die in Sachsen arbeiten und nicht in Deutschland geboren sind, kommen aus Polen, der Slowakei, Tschechien und Russland. Im stationären Bereich arbeiten 134 polnische Ärzte, 125 Ärzte mit Wurzeln in der Slowakei sowie 97 aus Tschechien und 79 Mediziner aus Russland.

Den Zuwachs an ausländischen Ärzten von rund neun Prozent benötigt Sachsen dringend: "Die ausländischen Kollegen sichern die medizinische Versorgung in Sachsen ab und helfen so, die Auswirkungen des Ärztemangels zu minimieren", sagte der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Professor Jan Schulze.

Die Landesärztekammer wirbt seit Jahren gezielt um Ärzte aus Österreich. In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Ärztekammer wirbt Sachsen in Innsbruck, Graz und Wien. Dort stellen sich auch die sächsischen Kliniken vor. Diese Werbeaktion, die auch das Staatsministerium für Soziales unterstützt, kann Erfolge vorweisen: Inzwischen arbeiten 81 Ärzte in Sachsen, 72 davon in der Klinik. In Österreich besteht eher ein Überschuss an jungen Ärzten, die erst nach einer dreijährigen Weiterbildung zum Allgemeinmediziner die Approbation erhalten und dann eine Facharztausbildung absolvieren können. Es gibt aber nicht genügend Plätze für Weiterbildung. "Diesen Überschuss können wir gut gebrauchen, um Lücken in den Krankenhäusern zu schließen. In Ländern mit einem Ärztemangel werben wir dagegen nicht", so Schulze.

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