Schmidt stärkt Hausärzten den Rücken

BERLIN (vdb/ble). Die Hausärzte werden in den nächsten Jahren eine noch wichtigere Rolle in der Versorgung der Bevölkerung spielen. Davon zeigte sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) im Interview mit der "Ärzte Zeitung" überzeugt.

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Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt im Dialog mit Chefredakteur Wolfgang van den Bergh.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt im Dialog mit Chefredakteur Wolfgang van den Bergh.

© Foto: eh

"In einer Gesellschaft des längeren Lebens mit mehr chronisch kranken und multimorbiden Menschen geht es einfach nicht ohne Hausärzte", sagte die Ministerin. Wichtig sei dabei die Vernetzung aller Akteure.

Für die Ministerin ist ein Kernaspekt der Gesundheitsreform 2007 zudem eine angemessene Bezahlung der Mediziner: "Die Ärzte sollen nicht nur eine faire, sondern auch eine transparente und kalkulierbare Vergütung bekommen", so Schmidt. Sie räumte ein, dass sie sich bereits für 2007 eine komplette Umsetzung der Reform gewünscht hätte.

Mit Blick auf die Diskussion um Medizinische Versorgungszentren sagte die Ministerin, dass sie am System der ambulanten und stationären Versorgung festhalte.

Keinen Spielraum sieht Schmidt für einen höheren Steuerzuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung. "Der Bund schreibt immer noch rote Zahlen", so die Ministerin zu den anhaltenden Spekulationen über den Beitragssatz des 2009 startenden Gesundheitsfonds. Eine eigene Prognose gab sie nicht ab.

Vorrangiges Ziel der Koalition sei der Abbau der Neuverschuldung. "Deswegen ist derzeit im Haushalt nicht noch mehr Geld für den Fonds vorhanden." Ab 2009 soll der Steuerzuschuss für den Fonds um jährlich 1,5 Milliarden Euro steigen. In diesem Jahr betrug er 2,5 Milliarden Euro.

Lesen Sie dazu auch das Interview: Ulla Schmidt: "Die Honorarreform wird für eine faire, transparente und kalkulierbare Vergütung sorgen"

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