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Ebola

Schuldenerlass für betroffene Länder?

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ADDIS ABEBA. Die UN haben die Geberstaaten zum Erlass aller Schulden für die von der Ebola-Epidemie in Westafrika am schlimmsten betroffenen Staaten aufgefordert.

"Die Geber waren zuvor schon großzügig und haben den drei ehemaligen Bürgerkriegsländern Guinea, Sierra Leone und Liberia teilweise ihre Schulden erlassen", sagte der Chef der Wirtschaftskommission für Afrika (UNECA), Carlos Lopes, am Montag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. "Aber jetzt gehen wir noch weiter und rufen zum Erlass sämtlicher Schulden auf."

Die drei Länder schulden unter anderem dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammen 372 Millionen Dollar (298 Millionen Euro), von denen 55 Millionen Dollar innerhalb der nächsten zwei Jahre zurückgezahlt werden müssten.

Die UNECA veröffentlichte am Montag auch einen neuen Bericht zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie. Darin heißt es unter anderem, dass sich die Seuche bereits negativ auf das Erziehungswesen, die Arbeitslosenquoten und die Nahrungsmittelversorgung ausgewirkt habe.

Die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wurden bereits für alle drei Länder nach unten revidiert. Die Weltbank schätzte zuletzt, dass sich der wirtschaftliche Schaden 2014 und 2015 auf rund zwei Milliarden Dollar (1,61 Milliarden Euro) belaufen wird. (dpa)

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