Neuer Job für Hausärzte

Schwarz-Gelb will Präventionslotsen

Die Koalition ist sich einig - und will die Prävention im Lande voranbringen. Eine zentrale Rolle sollen die Hausärzte spielen. Die Kassen sollen dafür mehr Geld zahlen.

Veröffentlicht:
Hier spielt die Musik: Hausärztin bei der Präventionsarbeit.

Hier spielt die Musik: Hausärztin bei der Präventionsarbeit.

© StockLite / shutterstock

BERLIN. Hausärzte werden künftig mehr als bislang in die Prävention eingebunden: Sie sollen nicht nur Früherkennung, sondern auch verstärkt Gesundheitsvorsorge in ihren Praxen anbieten.

Das sieht ein 16-seitiges Eckpunktepapier für eine neue Präventionsstrategie vor, auf das sich Union und FDP in Berlin geeinigt haben. Geplant ist, dass gesetzliche Reglungen im Jahr 2013 folgen.

Dem Eckpunktepapier zufolge sollen Ärzte vermehrt auch die Kinder an Schulen und Kindertragsstätten untersuchen: Dort sollen Gruppenuntersuchungen auch für mehr Gesundheitsförderung stattfinden. Bislang untersuchen lediglich Zahnärzte die Kinder an den Schulen.

Die Mittel der Kassen für Präventionsleistungen sollen von gut zwei auf sechs Euro für jeden Versicherten angehoben werden. Es ist vorgesehenen, dass die Kassen nur noch wirksame Gesundheitsförderung bezahlen.

Der GKV-Spitzenverband wird verpflichtet, dafür ein Verfahren zur Qualitätssicherung aufzubauen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erhält künftig eine zentrale Rolle in der Prävention: Sie soll zu einem Nationalen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung fortentwickelt werden. (sun)

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Was steckt hinter dem Alice-im-Wunderland-Syndrom, Dr. Jürgens?

Stabile Erkrankung über sechs Monate

Erste Erfolge mit CAR-T-Zelltherapien gegen Glioblastom

Lesetipps
Die Empfehlungen zur Erstlinientherapie eines Pankreaskarzinoms wurden um den Wirkstoff NALIRIFOX erweitert.

© Jo Panuwat D / stock.adobe.com

Umstellung auf Living Guideline

S3-Leitlinie zu Pankreaskrebs aktualisiert

Gefangen in der Gedankenspirale: Personen mit Depressionen und übertriebenen Ängsten profitieren von Entropie-steigernden Wirkstoffen wie Psychedelika.

© Jacqueline Weber / stock.adobe.com

Jahrestagung Amerikanische Neurologen

Eine Frage der Entropie: Wie Psychedelika bei Depressionen wirken