Schwerkranke Kinder: Mehr Geld für Uni-Ambulanzen

BERLIN (ras). Die Finanzierung von Spezialambulanzen an Universitätskliniken scheint gesichert. Mit dem vom Bundestag am vergangenen Donnerstag verabschiedeten Versorgungsstrukturgesetz eröffnen sich für Kinder mit schweren chronischen und seltenen Erkrankungen damit deutliche bessere Perspektiven.

Veröffentlicht:

Darauf weist jetzt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in einer Mitteilung hin. Das neue Gesetz sieht vor, dass bei der Vergütung pädiatrischer Hochschulambulanzen für gleiche Leistungen künftig die deutlich höheren Vergütungsvereinbarungen anzusetzen sind, die in kinder- und jugendmedizinischen Spezialambulanzen außerhalb der Universitäten bereits erstattet werden.

Bisher waren die hochspezialisierten Leistungen an pädiatrischen Universitätskliniken deutlich unterfinanziert gewesen. Darauf hat die DGKJ in den vergangenen Jahren aufmerksam gemacht.

Dies ist nun vom Bundesgesundheitsministerium im Versorgungsgesetz aufgenommen worden. Unterstützung erfuhren die Kinder- und Jugendärzte insbesondere von Ulrike Flach, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.

Zusatzpauschale für höheren Aufwand

Den Ambulanzen der Universitätskliniken für Kinder- und Jugendmedizin (nach Paragraf 117 SGB V) wird nun erstmals die Möglichkeit gegeben, ihren erhöhten Aufwand mit einer Zusatzpauschale ähnlich wie ermächtigte Spezialambulanzen an kommunalen Kinderkliniken geltend zu machen, dies ist durch Ergänzung des Paragrafen 120, Abs. 2 SGB V möglich.

Die Maßnahme sichert laut DGKJ die Existenz der Spezialambulanzen an Hochschulen und unterstreicht den erheblichen Mehraufwand bei der Versorgung von Kindern im Vergleich mit erwachsenen Patienten.

Neben der primären Betreuung von Kindern mit chronischen oder seltenen Krankheiten kümmern sich die Teams der Spezialambulanzen auch um die Lebenssituation der betroffenen Familien.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar

Süß, süßer, Deutschland

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

S2e-Leitlinie aktualisiert

Auto fahren mit Diabetes: Auf diese Punkte sollten Ärzte hinweisen

Lesetipps
Pipetten mit Flüssigkeiten im Labor.

© Alican/stock.adobe.com

Hoffnung durch KI & Co?

Drei neue Strategien gegen Pankreaskrebs

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Die Pressekonferenz zum DKK 2026 mit zahlreichen Menschen auf dem Podium.

© Peter-Paul Weiler, berlin-event-foto.de

DKK 2026

Immuntherapie bei Krebs: Komplexe Kombinationen gefragt

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Blick in den Darm mit einem Krebsgeschwür.

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Gastrointestinale Tumoren

Magen-Darm-Krebs: Wirklich immer früher?

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe