PKV

Signal Iduna setzt auf Premium-Tarif

Die Signal Iduna meldet einen guten Start ihrer Leistungsmanagementgesellschaft LM+.

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HAMBURG. Während viele private Krankenversicherer (PKV) versuchen, mit preisgünstigen Tarifen neue Kunden zu gewinnen, setzt die Signal Iduna Krankenversicherung auf ein Angebot im Premium-Segment.

Der Tarif "Prime" bietet ein umfassendes Leistungsangebot unter Verzicht auf Selbstbeteiligungen und den meisten sonst üblichen Begrenzungen bei der Kostenübernahme.

In dem Tarif, der unter dem Motto "Erste Klasse für Ihre Gesundheit" über die Konzernmarke Deutscher Ring vertrieben wird, übernimmt der Versicherer 100 Prozent der Kosten in Bereichen wie Sehhilfen, Heilmittel oder Zahnbehandlungen.

Bei Prime gibt es keine Begrenzungen auf die Höchstsätze der Gebührenordnungen für Ärzte und Zahnärzte. All das hat seinen Preis.

Ab einem Eintrittsalter von 21 Jahren beträgt die Prämie beispielsweise 534 Euro monatlich, ab 30 sind 626 Euro fällig und 879 Euro ab 50. Hinzu kommen jeweils noch der gesetzliche 10-prozentige "Altersentlastungszuschlag" sowie der Beitrag für die Pflegepflichtversicherung.

Marktanalysen hätten gezeigt, dass es für einen solchen hochwertigen Tarif aus dem Top-Segment einen Markt gibt, versicherte Vorstand Michael Johnigk bei der Bilanzpressekonferenz in Hamburg. "Das ist kein Massengeschäft."

Beitragseinnahmen stiegen

Die Signal Iduna Kranken – hervorgegangen aus der Verschmelzung der Signal Kranken und der Deutscher Ring Kranken im vergangenen Jahr – gehört zu den wenigen PKV-Unternehmen, die 2017 den Bestand in der Vollversicherung ausbauen konnten.

Er legte um 4222 Verträge auf knapp 616 000 zu. Im ersten Quartal 2018 kamen netto weitere 1712 Kunden hinzu. Dennoch will der Versicherer den Verkauf von Vollversicherungen weiter beschleunigen, dabei soll nicht zuletzt "Prime" helfen.

Bei den Zusatzversicherungen musste der Versicherer 2017 einen leichten Rückgang um 0,3 Prozent auf 1,9 Millionen hinnehmen.

Die Beitragseinnahmen stiegen insgesamt um 4,4 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Davon stammten zwei Drittel aus Beitragsanpassungen und ein Drittel aus echtem Neugeschäft. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle legten mit 3,4 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro schwächer zu.

Laut Vorstand Dr. Karl-Josef Bierth entwickelt sich auch die Leistungsmanagementgesellschaft LM+ gut. An ihr sind die PKV-Unternehmen Signal Iduna, Barmenia, Gothaer und Hallesche beteiligt.

Die vier Versicherer hätten in der vergangenen Zeit sehr viel gelernt – sowohl was die bessere Organisation der Versorgung ihrer Versicherten als auch was die Zusammenarbeit der sonst in Konkurrenz stehenden Unternehmen betrifft. "Es ist immer noch Neuland", sagte Bierth.

Konzepte mit weiteren Krankheitsbildern folgen

LM+ ist gestartet mit einem Versorgungskonzept für Patienten mit psychischen Erkrankungen. Die Ansprache der Patienten und ihre Steuerung von der Klinik in die ambulante Versorgung habe nicht so gut geklappt wie ursprünglich erhofft, hier hätten Prozesse verändert werden müssen, berichtete er.

Im Sommer folgt ein Case Management-Angebot für den Versorgungsbereich Orthopädie. "Im Laufe des Herbstes werden wir mit weiteren Krankheitsbildern beginnen", kündigte Bierth an. Zudem arbeite LM+ an einer Plattform für medizinische Gutachten, die im Juni fertig sein soll.

Ihr Ziel ist die Vernetzung der Gutachter, die Verbesserung der Prozesse und die Optimierung der Auswertung der Gutachten. (iss)

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