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Corona-Shutdown

Söder: Bayern hat früher begonnen, Bayern wird auch später aufhören

Verlängerung der Ausgangsbeschränkung, verbunden mit vorsichtigen weiteren Lockerungen: Bayerns Staatsregierung stellt ihren Anti-Corona-Kurs für die nächsten Wochen vor.

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München. Mit einer Infektionsrate und einem Reproduktionsfaktor unter eins stehe Bayern im Moment gut da, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Landeskabinetts. Damit liege Bayern unter dem Bundesdurchschnitt. „Das heißt, die bisherige bayerische Strategie war durchaus erfolgreich“, so Söder. Für ihn aber kein Grund zur Entspannung. „Die zweite Welle wird kommen“, ist er sicher.

Die erste Vorabbilanz zwei Tage nach der Lockerung der Beschränkungen für den Handel fällt nach Söders Worten eher positiv aus. Insbesondere lobte er die weitgehende Einhaltung der Maskenpflicht in Geschäften sowie im Öffentlichen Personenverkehr. Aber: „Die größte Herausforderung ist, was in der Freizeit passieren kann“, so Söder.

Am 10. Mai wird neu entschieden

Zu den vom bayerischen Kabinett am Dienstag beschlossenen Maßnahmen gehört eine Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen um eine Woche bis zum 10. Mai. Dafür dürfen ab dem 4. Mai Gottesdienste und Demonstrationen unter bestimmten Auflagen stattfinden. Außerdem können ab sofort große Geschäfte wieder öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter reduzieren.

Damit reagiert die Staatsregierung auf eine Rüge des Verwaltungsgerichtshofs, der die Lockerung der Corona-Einschränkung nur für Läden mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche als verfassungswidrig kritisiert hatte.

Regionale Unterschiede bei Lockerungen

Nächste Woche will die Staatsregierung den Fahrplan für Mai erstellen. Man sei nicht bereit, Experimente mit der bayerischen Bevölkerung zu machen. „Wir brauchen eine atmende Strategie“, beschreibt Söder die bayerische Lösung. Dies bedeute, Lockerung, wenn alles gut laufe und eine langsamere Gangart bei Problemen.

Auch könnte es dabei sein, dass bei den Lockerungen regional Unterschiede gemacht werden müssten. Auch, was das Tempo betrifft. „Bayern hat früher begonnen, Bayern wird auch später aufhören.“ (bfe)

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