Direkt zum Inhaltsbereich

Ärztetag

Solidarität mit Menschen in Krisenländern

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. Menschen in von der Wirtschafts- und Finanzkrise besonders stark betroffenen europäischen Ländern haben ein Anrecht auf eine ausreichende medizinische Versorgung. Das hat der Ärztetag in einer Entschließung gefordert.

Kurzfristige Einsparungen dürften dort nicht zu einer mittel- und langfristigen Verschlechterung der "allgemeinen Gesundheitslage" führen.

Kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery gab in Düsseldorf einen Überblick über zum Teil dramatische Veränderungen im Gesundheitswesen in Staaten wie etwa Griechenland. Apotheken verkaufen dort Medikamente oft nur gegen Barzahlung, weil Kassen in Zahlungsrückstand sind.

Kliniken schließen oder fusionieren, Mitarbeiter werden entlassen, Gehälter eingefroren oder gekürzt, es kommt zu einer krassen Arbeitsverdichtung in Krankenhäusern mit entsprechenden negativen Folgen.

In Griechenland ist die Zahl der Totgeburten angestiegen, weil die Schwangerschaftsvorsorge sich erheblich verschlechtert hat. Es gibt dort immer mehr untergewichtige Kinder, und die in diesem Land im EU-Vergleich traditionell geringe Zahl an Suiziden hat sich deutlich erhöht.

Ausdrücklich würdigte Montgomery das Engagement griechischer Ärzte, die unermüdlich in Straßenambulanzen die medizinische Versorgung von mittellosen Menschen sicherstellen. (fuh)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Ein junges Mädchen wird geimpft – gegen HPV? (Symbolbild mit Fotomodellen)

© milanmarkovic78 / stock.adobe.com

Vision Zero Onkologie

Die Elimination des Zervixkarzinoms

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikofaktoren im Blick

So spüren Sie eine Post-Stroke-Depression auf

Lesetipps
Blutabnahme

© Viacheslav Yakobchuk / stock.adobe.com

Warnzeichen früh erkennen

Immundefekte: Das ist die Basisdiagnostik für die Praxis

Eine Impf-Spritze liegt auf einem Impfpass.

© Andreas Gruhl / stock.adobe.com

Orientierung für die Impfpraxis

Impfen bei Immundefizienz: Worauf es ankommt