Palliativversorgung

Sorgentelefon "Oskar" soll Familien helfen

Der Bundesverband Kinderhospiz will mit seiner neuen Hotline eine Lücke in der Versorgung von Familien mit schwerstkranken Kindern schließen.

Veröffentlicht:

BERLIN. "Oskar" heißt die neue, rund um die Uhr erreichbare und kostenlose Telefonhotline des Bundesverbands Kinderhospiz für Familien mit unheilbar kranken Kindern.

Das Ziel der seit Kurzem unter der Nummer (08 00) 88 88 47 11 erreichbaren Hotline ist es, betroffenen Familien jederzeit qualifizierte Ansprechpartner zu vermitteln. ",Oskar‘ schließt eine klaffende Versorgungslücke", sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz. "Bislang waren Betroffene viel zu oft alleine mit ihren Sorgen, Nöten und Fragen."

Das bekräftigt auch Joan Marston, Geschäftsführerin des Internationalen Netzwerks für Kinderpalliativversorgung ICPCN: ",Oskar‘ setzt international neue Standards: Eine Rund-um-die-Uhr-Hotline für Betroffene gibt es in keinem anderen Land der Welt."

Schauspieler Dieter Hallervorden ist Schirmherr des Projekts, das sich darüber hinaus auch an Eltern richtet, die um ein verstorbenes Kind trauern, sowie an Fachkräfte und Ehrenamtliche aus der Kinderhospizarbeit. Die Hotline ist rund um die Uhr erreichbar - auch an Sonn- und Feiertagen.

Die geschulten Oskar-Berater greifen auf eine eigens angelegte Datenbank zu, in der Tausende Experten aus ganz Deutschland gespeichert sind - von Ärzten über spezialisierte Pflegedienste und Psychologen bis hin zu Trauerbegleitern.

Dies begrüßt auch der betroffene Vater Bernd Seitz aus dem saarländischen Ottweiler, dessen achtjähriger Sohn Jean-Paul an einer sehr seltenen, lebensverkürzenden Erbkrankheit leidet.

"Nach der Diagnose war niemand da, den ich hätte um Rat fragen können", erinnert er sich. "Es wäre daher gut gewesen, wenn es ‚Oskar‘ schon vor sieben Jahren gegeben hätte!" (ras)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Nicht nur eine Randnotiz

Mehr zum Thema

DGIM 2021 geht zu Ende

Auf das Lebensende vorbereitet sein! Wie Ärzte helfen können

Am Mittwoch im Parlament

Drei Entwürfe zur Sterbehilfe in der Debatte

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen