Direkt zum Inhaltsbereich

Orientierungswert

Statistik-Streit: Zu viel Geld für die Kliniken?

Veröffentlicht:

BERLIN. Um 1,44 Prozent sind die Krankenhauskosten aufgrund von höheren Preisen und Gehältern seit dem zweiten Halbjahr 2013 gestiegen. Vergleichszeitraum ist die zweite Jahreshälfte 2012 und das erste Halbjahr 2013. Diesen sogenannten Orientierungswert hat das Statistische Bundesamt am Dienstag bekannt gegeben.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisierte, der niedrige Wert lasse erkennen, "dass am Konzept zur Ermittlung des Orientierungswerts etwas nicht in Ordnung ist". Das zeige sich etwa bei den Personalkosten. So habe der Anstieg der Grundlohnrate im selben Zeitraum 2,53 Prozent betragen. Die DKG begrüßte, dass die Bund-Länder-AG zur Krankenhausreform plant, die Grundlagen zur Ermittlung des Orientierungswerts zu überarbeiten. Grundlage der Vergütungsanpassung für Kliniken wird allerdings die - höhere - Entwicklung der Grundlohnsumme sein.

Genau das gefällt dem GKV-Spitzenverband gar nicht. Die Beitragszahler müssten für Zusatzausgaben im stationären Sektor von 700 Millionen Euro aufkommen, die nicht durch die reale Kostenentwicklung begründet sind, hieß es. Der Verband forderte, der Orientierungswert solle die Obergrenze für die Preisentwicklung markieren. Eine faire Preisentwicklung müsse sich in einem Fallpauschalensystem an den Kosten je Patienten-Fall orientieren. Das sei gegenwärtig nicht der Fall. (fst)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Ausschuss-Anhörung

Durcheinander 2.0 beim Projekt Notfallversorgung: Wer hat den Hut auf?

Vor KBV-Vertreterversammlung und Hausärztetag

„Respektlos, unanständig, skurrile Sicht“: Ärzte-Vertreter kritisieren Kanzler Merz

Anpassung Schutzimpfungs-Richtlinie

Indikationsunabhängige Corona-Impfung künftig für Kassenpatienten erst ab 75

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikofaktoren im Blick

So spüren Sie eine Post-Stroke-Depression auf

Lesetipps
Blutabnahme

© Viacheslav Yakobchuk / stock.adobe.com

Warnzeichen früh erkennen

Immundefekte: Das ist die Basisdiagnostik für die Praxis

Eine Impf-Spritze liegt auf einem Impfpass.

© Andreas Gruhl / stock.adobe.com

Orientierung für die Impfpraxis

Impfen bei Immundefizienz: Worauf es ankommt