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Schleswig-Holstein

Streikgefahr am UKSH gebannt

Uniklinik und Gewerkschaft einigen sich auf einen Entlastungstarifvertrag.

Veröffentlicht:

Kiel. Der drohende Streik des Pflegepersonals am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) scheint abgewendet. Nach mehrmonatigen Verhandlungen zwischen dem UKSH und der Gewerkschaft Verdi einigten sich die Parteien nach Intervention von Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) auf eine Vereinbarung, die für Entlastung und mehr Personal am UKSH sorgen soll. Kernpunkt ist die Zusage des UKSH, 430 Pflegestellen neu zu schaffen.

Außerdem einigten sich die Parteien auf einen schichtgenauen Sollstellenschlüssel für die Pflege, einen Belastungsausgleich und verbesserte Bedingungen für die Auszubildenden. Die Gewerkschaft begrüßte außerdem, dass die Landesregierung die Überarbeitung des DRG-Systems auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Landesgesundheitsminister Dr. Heiner Garg (FDP) hatte dazu wie berichtet zu Jahresbeginn einen bundesweiten Reformvorstoß unternommen.

„Diese politische Initiative ist von hoher Bedeutung, um den desaströsen Auswirkungen eines ökonomisierten Gesundheitssystems Grenzen zu setzen“, teilte Verdi hierzu mit. Die für die Streikabwendung erforderliche Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder gilt als Formsache. (di)

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