Sachsen

Strukturfonds zu einem Drittel ausgeschöpft

Das Gros der Fördermittel aus dem Strukturfonds ist 2012 als Zuschuss in die Übernahme und Neugründung von Praxen geflossen.

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DRESDEN. Die KV Sachsen und die Kassen haben im vergangenen Jahr rund ein Drittel des möglichen Budgets, das durch den Strukturfonds für die Förderung von Landärzten zur Verfügung steht, genutzt. Das teilte der vdek Sachsen mit.

Der Strukturfonds wurde durch das Versorgungsstrukturgesetz möglich und erlaubt es der KV, maximal 0,1 Prozent des Honorars in die Förderung zu stecken, die Kassen schießen die gleiche Summe zu.

In Sachsen wären damit Ausgaben von insgesamt 2,5 Millionen Euro möglich; ausgegeben wurden rund 880.000 Euro.

"Die KV Sachsen hat die Chance des Strukturfonds konsequent wahrgenommen", sagte Silke Heinke, Leiterin des vdek Sachsen. Der größte Posten seien dabei 512.000 Euro gewesen, sie wurden als Investitionskostenzuschüsse für Übernahmen und Neugründungen von Praxen sowie für Mindestumsätze ausgegeben.

Gute Nutzung im ersten Jahr

Mit 246.000 Euro wurde ein Modellprojekt gefördert, bei dem Medizinstudenten im Ausland studieren und später im Freistaat arbeiten sollen. 125.000 Euro seien für Studienbeihilfen an deutschen Hochschulen ausgegeben worden.

In diesem Jahr wird das mögliche Budget voraussichtlich noch stärker ausgereizt: Allein die Förderung von Medizinstudenten, die in Ungarn studieren und dafür später als Hausarzt in Sachsen anfangen, wird mit rund 1,4 Millionen Euro zu Buche schlagen.

"Angesichts der wie bei vergleichbaren Projekten üblichen Anlaufkurve wurde der Strukturfonds in seinem ersten Jahr gut genutzt", sagt die Leiterin des Ersatzkassenverbands.

23 Ärzte bekamen im vergangenen Jahr Investitionszuschüsse, darunter 19 Hausärzte, elf von ihnen in der von Unterversorgung besonders betroffenen Region Torgau/Oschatz. Von Studienbeihilfen profitierten 41 Medizinstudenten. Im Gegenzug müssen sie später als Landärzte arbeiten. (tt)

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