Südwest-KV fördert RegioPraxen

Veröffentlicht:

Ärztezentren sollen Versorgungslücken schließen. Aber dieser Notnagel soll die Ausnahme bleiben.

STUTTGART (fst). Die Vertreterversammlung der KV Baden-Württemberg hat den Weg für die Förderung hausärztlich orientierter Ärztezentren freigemacht.

Die Delegierten genehmigten vergangene Woche die Richtlinien für die finanzielle Förderung. Mit den RegioPraxen will die KV die ambulante Versorgung vor allem auf dem Land sichern.

Die Richtlinien sehen zum einen eine Gründungspauschale von 25 000 Euro je zugelassenem Hausarzt vor. Maximal beträgt die Förderung 100.000 Euro. Gründen Hausärzte eine Nebenbetriebsstätte, können bis zu 20.000 Euro fließen.

Pauschale von 3000 Euro je Abrechnungsquartal

Zum anderen fördert die KV Ärzte in einer RegioPraxis durch eine Strukturpauschale von 3000 Euro je Abrechnungsquartal. Richten solle sich dieses Angebot vor allem an junge Ärztinnen. Diese fänden "ideale Arbeitsbedingungen" vor und könnten in Teilzeit arbeiten, sagte Vorstandsvize Dr. Johannes Fechner.

Im laufenden Jahr sollen zwei RegioPraxen in Baden-Württemberg etabliert werden. KV-Chef Dr. Norbert Metke machte klar, diese beiden Vorzeigeprojekte sollen den Politikern verdeutlichen, "wie Rahmenbedingungen aussehen können, damit Ärzte wieder auf das Land gehen", sagte Metke.

Weitere RegioPraxen werde die KV allein nicht stemmen können, um Versorgungsengpässe zu kompensieren, so Metke: "Hilfen der Krankenkassen, der Kommunen und des Landes werden erforderlich sein." Eigentlich wollte die KV schon 2011 zwei Standorte etabliert haben.

Es sei aber schwieriger als gedacht, "Ärzte und eine passende Immobilie zusammen zu bekommen", berichtet Fechner der "Ärzte Zeitung" im vergangenen November.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sie fragen – Experten antworten

Ab wann darf ich jüngere Menschen auf Kasse gegen Herpes zoster impfen?

Prozesse werden teurer

Tipps: So können Praxen die Risiken für einen GOÄ-Streit minimieren

Bei Senioren

Hypothermie bei Sepsis – ein Warnsignal!

Lesetipps
Eine Blutdruckmessung

© CasanoWa Stutio / stock.adobe.com

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Ein Mann im Hintergrund nimmt einen Schluck von einem Drink. Im Vordergrund stehen vier Flaschen mit alkoholischen Getränken.

© Axel Bueckert / stock.adobe.com

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert