Apotheke

Südwesten kritisiert Liberalisierungsideen der SPD

STUTTGART (run). Der Landesapothekerverband Baden-Württembergwehrt sich gegen den beschlossenen Leitantrag des SPD-Parteivorstandes, den Arzneimittelvertrieb zu liberalisieren, um über größere Vertriebseinheiten Preiseffekte zu Gunsten der GKV zu erzielen.

Veröffentlicht:

Es sei verwunderlich, dass außer Professor Karl Lauterbach angeblich niemand in der Fraktion oder Arbeitsgemeinschaft Liberalisierungsbestrebungen im Apothekenmarkt unterstützt, es aber aufgrund einer "Einzelmeinung" dennoch zu einem Beschluss kommen könne, heißt es in einem offenen Brief des LAV an die Bundes- und Landtagsabgeordneten der SPD.

Es sei fraglich, welche Vorteile, die SPD sich durch eine Liberalisierung erhoffe. Das Beispiel Norwegen habe gezeigt, dass sich die Preise auf Kettenebene sehr rasch nach oben statt nach unten entwickelten, schreiben der LAV-Vorsitzende Fritz Becker und Geschäftsführerin Ina Hofferberth.

Gerade die kleinteilige Versorgung durch die hiesigen Apotheken sei "an Kosteneffizienz nicht zu toppen". Deren Service an immerhin 365 Tagen im Jahr trage gerade mal zu 2,5 Prozent der GKV-Gesamtkosten bei.

Mehr zum Thema

Cannabis-Legalisierung

Verkäufer sollen Cannabis-Süchtige erkennen

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Nicht jeder führt sich den Beipackzettel gerne zu Gemüte. Ist aber doch wichtig zu wissen, wann ein Medikament kontraindiziert ist.

© Dan Race / stock.adobe.com

Unterschiedliche Fachinformationen

Oftmals abweichende Gegenanzeige trotz wirkstoffgleicher Arzneimittel

Die Frustration über die fehleranfällige Digitalisierung hat bei Ärztinnen und Ärzten im vergangenen Jahr zugenommen, zeigt das am Freitag veröffentlichte „Praxisbarometer Digitalisierung“ der KBV.

© baranq / stock.adobe.com

KBV-Praxisbarometer

Ärzte frustriert: Tägliche TI-Probleme in jeder fünften Praxis