Bayern

TK setzt künftig auf regionale Praxisnetze

In der Kooperation mit dem Nürnberger Gesundheitsnetz sieht die TK Bayern die Lösung für die künftige regionale Versorgung.

Von Jürgen Stoschek Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Der Netzvertrag der Techniker Krankenkasse (TK) mit dem Nürnberger Gesundheitsnetz Qualität und Effizienz (QuE) ist ein Erfolg.

Seit im Mai der Vertrag geschlossen wurde, haben sich nach Angaben der beiden Partner mehr als 1000 TK-Versicherte für das Angebot mit zusätzlichen Leistungen entschieden.

Die Kooperation mit innovativen Praxisnetzen sei für die Kasse ein Zukunftsmodell, um regionale Versorgungsangebote zu stärken und weiter auszubauen, erklärte Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern.

Das Gesundheitsnetz QuE Nürnberg sei nicht nur ein vielfach prämiertes Praxisnetz, sondern "sicherlich eines der innovativsten Ärztenetze Deutschlands", so Bredl. Im Gesundheitsnetz QuE sei stets der vom Patienten gewählte Koordinationsarzt erster Ansprechpartner.

Doppeluntersuchungen vermeiden

Er plane in Absprache mit den fachärztlichen Kollegen und dem Patienten die Behandlung, erläuterte Dr. Veit Wambach, Vorsitzender des Gesundheitsnetzes.

So werde versucht, Doppeluntersuchungen und Mehrfachverordnungen zu vermeiden sowie auch unnötige Klinikaufenthalte.

Zudem profitierten alle Netzversicherten ab 35 Jahren vom jährlichen erweiterten Gesundheits-Check sowie von einer "arriba"-Risikoprognose, mit der ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko festgestellt werde, erklärte Bredl.

"Selbst wenn Netzversicherte bereits schwer erkrankt sein sollten und die Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen nichts mehr bringen würden, haben wir beispielsweise mit dem CardioNet NORIS weitergehende Versorgungsangebote im Gesundheitsnetz QuE etabliert, die sich zielgerichtet an den Bedürfnissen dieser Patienten ausrichten", sagte Wambach.

In dem 2005 gegründeten und aus dem Praxisnetz Nürnberg Nord hervorgegangenen Gesundheitsnetz QuE sind 67 Arztpraxen mit aktuell 116 Haus- und Fachärzten organisiert, die mit dem Klinikum Nürnberg, dem Pflegestützpunkt Nürnberg, der Selbsthilfe und weiterenGesundheitsanbietern aus der Region zusammenarbeiten.

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