TK will "schärfere" Pflege-Noten

STUTTGART (mm). Sowohl bei der stationären Pflege (Gesamtnote 1,1) als auch im ambulanten Bereich (Gesamtnote 1,4) belegt Baden-Württemberg einen Spitzenplatz.

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"Grundsätzlich haben die Qualitätskontrollen positive Auswirkungen auf die Pflege erzielt", sagt TK-Landeschef Andreas Vogt.

Dennoch fordert er, das System der Pflegenoten zu verbessern. "Deutlich schärfere Noten sind erforderlich, um die Qualitätsunterschiede klar erkennbar zu machen", betont er.

Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der TK über 1100 Pflegeheime im Südwesten geprüft worden. Bei 118 Pflegebedürftigen in 87 Heimen lag ein Verdacht auf gefährliche Pflege vor.

Daten von 13.000 Pflegepatienten

Im Jahr 2010 war das noch bei 97 von 837 Heimen der Fall gewesen. Im ambulanten Bereich hatte der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Baden-Württemberg im vergangenen Jahr 876 ambulante Pflegedienste und 1127 Pflegeheime mit insgesamt 13.000 Pflegepatienten unter die Lupe genommen.

Es stellte sich heraus, dass 81 Prozent der geprüften Pflegedienste regelmäßig Pflegebedürftige und deren Angehörige befragen, wie sie mit der Pflege zufrieden sind.

In der Befragung des MDK ergab sich auch, dass nur bei 62 Prozent der Pflegedienste eine regelmäßige Fortbildung stattfindet. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr (70 Prozent) sogar zurückgegangen.  

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