Berufspolitik

Tonsillotomie - HNO-Ärzte wollen Kassen gewinnen

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DRESDEN (tt). Die HNO-Ärzte in Sachsen wünschen sich, dass mehr Krankenkassen die Operation von vergrößerten Gaumenmandeln übernehmen.

"Es ist lobenswert, dass die KKH-Allianz als Vorreiter ein Komplettpaket zur optimalen Versorgung ihrer kleinen Patienten geschnürt hat", sagt Dr. Sylvia Krug, Landesvorsitzende des Berufsverbandes der HNO-Ärzte. Und machte damit deutlich, dass sie eine Ausweitung des Angebots auf andere Kassen für nötig hält. Seit April gibt es in Sachsen einen Vertrag zwischen KKH und KV zur Versorgung von Kindern mit vergrößerten Gaumenmandeln.

In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, es gebe hier "dringenden Handlungsbedarf". Die Tonsillotomie bei Kindern bis sechs Jahre ist nicht Bestandteil des Leistungskatalogs der GKV. Eltern müssten die Kosten für einen solchen Eingriff selbst tragen. An dem Tonsillotomie-Vertrag können HNO-Ärzte in Sachsen teilnehmen, die ambulante Operationen vornehmen. Die KKH zahlt nach eigenen Angaben für die Operation einschließlich der Anästhesie bis zu 800 Euro. Die komplette Entfernung der Mandeln im Krankenhaus koste zwischen 1500 und 2000 Euro.

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