Berufspolitik

"Transparenz muss ein Markenzeichen werden"

Der informierte Patient kommt: Experten fordern deshalb Ärzte auf, sich für mehr Transparenz einzusetzen.

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Prüfer-Storcks: wünscht sich Transparenz als Markenzeichen für Ärzte.

Prüfer-Storcks: wünscht sich Transparenz als Markenzeichen für Ärzte.

© dpa

HAMBURG (di). Politiker und Experten wollen dem Gesundheitswesen mehr Transparenz verordnen. Ziel ist bessere Information für Patienten.

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks forderte auf dem siebten Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg einen offeneren Umgang mit dem Thema Transparenz. "Ich wünsche mir, dass die Leistungserbringer in Hamburg dies zu ihrem Markenzeichen machen", sagte die Senatorin.

Auch Kongress-Mitveranstalter Professor Heinz Lohmann hält diese Entwicklung für bedeutsam. "Besser informierte Patienten sind mündigere Patienten", betonte Lohmann. Er sieht bereits deutliche Fortschritte - dazu hätten das Internet und andere neue Medien beigetragen.

Kritik gab es zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung, zu der rund 700 Experten aus ganz Deutschland nach Hamburg gekommen sind, an einigen politischen Rahmenbedingungen.

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig sprach sich gegen Zusatzbeiträge der Krankenkassen aus. Stattdessen forderte er einen differenzierteren Leistungskatalog der Krankenkassen, die nach seiner Ansicht die Möglichkeit bekommen sollen, mit Leistungserbringern ihrer Wahl zusammen zu arbeiten.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Jost de Jager forderte eine länderübergreifend besser abgestimmte Standortpolitik, um gemeinsame Stärken besser herausstellen zu können.

Einigkeit bestand in der bedeutenden wirtschaftlichen Rolle des Gesundheitswesens, vor allem in Krisenzeiten. Prüfer-Storcks: "Es hat kein Jahr der Rezession in der Gesundheitswirtschaft gegeben."

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