Brandenburg

Unimedizin Cottbus profitiert vom Kohle-Kompromiss

Geplant ist ein Innovationszentrum in Cottbus, in dem Forschung, Lehre und Versorgung eng verknüpft werden sollen.

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Potsdam. Die Finanzierung der geplanten neuen medizinischen Fakultät im brandenburgischen Cottbus steht. Als Ergebnis der Gespräche von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Mitgliedern ihres Kabinetts mit den Ministerpräsidenten der Braunkohleländer wurde vereinbart, dass die Schaffung eines „Innovationszentrum Universitätsmedizin Cottbus (IUC)“ neu in das parlamentarische Verfahren zum Strukturstärkungsgesetz für die Kohleregionen aufgenommen werden soll.

Es soll als Kern der Modellregion Gesundheit Lausitz aufgebaut werden. „Forschung, Lehre und Versorgung sollen in neuartiger Weise unter Nutzung der Digitalisierung verknüpft und in einem „Reallabor“ für digitale Gesundheitsversorgung umgesetzt werden“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Zugleich soll die Medizinerausbildung neu strukturiert und die Gesundheitsversorgung „aus einem Guss“ gedacht werden.

Insgesamt will der Bund mit dem „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ den Ländern Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bis 2038 Finanzhilfen in Höhe von bis zu 14 Milliarden Euro gewähren. Diese sollen in den betroffenen Ländern und Gemeinden wichtige Investitionsprojekte ermöglichen.

Zudem verpflichtet sich der Bund, weitere Maßnahmen zugunsten der Braunkohleregionen in einem Umfang von bis zu 26 Milliarden Euro bis 2038 zu realisieren. Im Gegenzug dazu werden Kraftwerke und Braunkohletagebaue stillgelegt. (lass)

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