Engpässe befürchtet

Union sorgt sich um Versorgung mit Blutplasmapräparaten

In einer Anfrage an die Bundesregierung thematisiert die Unionsfraktion die Lage bei Blutplasmapräparaten. Die Versorgung mit diesen überlebenswichtigen Produkten sei akut gefährdet.

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Berlin. Die Unionsfraktion im Bundestag fürchtet Engpässe bei der medizinischen Versorgung mit Blutplasmapräparaten. Der wegen der Corona-Pandemie verschärfte Rückgang der Bereitschaft zur Blutspende und insbesondere zur Blutplasma-Spende sei „besorgniserregend“, schreibt die Fraktion in einer „Kleinen Anfrage“ an die Bundesregierung.

Es drohe eine sich zunehmend verschlechternde Versorgungssituation bei Blutplasmapräparaten, heißt es darin. Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte seien bereits langanhaltende Lieferengpässe bei subkutanen Immunglobulinen „in erheblichem Ausmaß“ gemeldet worden.

Die Situation werde dadurch verschärft, dass einer abnehmenden Verfügbarkeit ein deutlich wachsender Bedarf an Plasmaprodukten gegenüberstehe. Es sei zu erwarten, dass dieser in den nächsten Jahren weiter steige.

Demografie lässt Nachfrage steigen

Maßgeblich hierfür seien vor allem eine zunehmende Nachfrage, eine bessere und schnellere Diagnose und eine Erweiterung des Indikationsspektrums verbunden mit dem demografischen Wandel und einer steigenden Lebenserwartung.

CDU/CSU wollen in ihrer Anfrage unter anderem wissen, welchen Stellenwert die Bundesregierung den aus humanem Plasma gewonnenen Arzneimitteln beimesse und welche grundsätzlichen Herausforderungen die Regierung im Hinblick auf die Sicherstellung der Versorgungssicherheit bei Blutplasmapräparaten sieht. (hom)

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