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AMD-Vertrag

Verbände kritisieren Off-Label-Bonus

Ein neuer Vertrag der AOK im Südwesten sorgt für Irritationen: Augenärzte, die für die AMD-Therapie eine nicht zugelassene Arznei verwenden, können erhebliche Boni erhalten. Jetzt gehen Patientenverbände auf die Barrikaden.

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AACHEN/BERLIN (HL). Die Patientenverbände "Pro Retina" und der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband sehen die baden-württembergische Rechtsaufsicht in der Verantwortung für einen umstrittenen Paragraf 73c-Versorgungsvertrag zwischen Augenärzten und der AOK Baden-Württemberg.

Dieser Vertrag regelt einerseits die Honorierung der intravitrealen Injektion bei AMD, andererseits verschafft er den Augenärzten attraktive Bonuszahlungen bei Anwendung nicht zugelassener Arzneimittel.

Ärzte, die mehr als 25 Prozent über den Arzneikosten ihrer Kollegen liegen, laufen zudem Gefahr, aus dem Vertrag ausscheiden zu müssen.

Die intravitreale Injektion in den EBM zu integrieren, hat der Bewertungsausschuss von KBV und GKV seit Jahren nicht geschafft.

Pro Retina kritisiert, dass solche Konstruktionen die Arzt-Patienten-Beziehung "massiv beeinträchtigen".

Der Patient könne nicht mehr sicher sein, dass der Arzt das medizinisch indizierte Präparat verwendet. Nach Auffassung des Blinden- und Sehbehindertenverbandes ist deshalb die Aufsicht gefragt.

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