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Versorgung in der Gynäkologie ändert sich stark

RENDSBURG (di). Der Anteil der Frauen unter den Ärzten nimmt zu - bei den Gynäkologen überdurchschnittlich. Dieser Trend hat Folgen.

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Der überwiegende Teil der Gynäkologen in Ausbildung ist heute weiblich. Und auch unter den niedergelassenen Frauenärzten ist der Anteil der Frauen höher als in anderen Fachgruppen. Ein Blick auf die Besucher des 13. Gynäkologentages Schleswig-Holstein in Rendsburg bestätigt diese Entwicklung: Frauen sind hier deutlich in der Überzahl.

Dr. Doris Scharrel, die den Gynäkologentag zusammen mit Verbandschef Dr. Rüdiger Marquardt organisiert, sieht diesen Trend zwar positiv, mag aber auf ihre männlichen Kollegen nicht verzichten. Denn die Feminisierung des Arztberufes führt dazu, dass die Praxisinhaberinnen wegen einer Doppelbelastung mit Beruf und Familie ihre Kassenarztsitze teilen und Patientinnen "ihre" Ärztin nicht zu jeder gewünschten Praxiszeit aufsuchen können. Der Gynäkologe als "Hausarzt der Frau" - dieser Anspruch lässt sich mit eingeschränkter Praxispräsenz nur bedingt erfüllen.

"Viele Patientinnen stellen sich zwar darauf ein, dass sie nicht immer von der gleichen Frauenärztin untersucht werden können. Aber der Anspruch der Patientin auf ihren vertrauten Arzt oder ihre vertraute Ärztin besteht zu Recht", sagte Scharrel der "Ärzte Zeitung".

Männliche Kollegen sind noch aus einem weiteren Grund unverzichtbar: Die Entscheidung für eine Praxis ist nur in wenigen anderen Fächern so abhängig vom Geschlecht des behandelnden Arztes wie in der Gynäkologie. Viele Patientinnen suchen grundsätzlich nur Frauenärztinnen auf, andere aber gehen ausschließlich zu einem Mann. Marquardt beobachtet deshalb mit Sorge, dass sich immer weniger männliche Kollegen für das Fach entscheiden.

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