KV Hamburg

Vertreter gegen KBV-Aufspaltung

Die Vertreterversammlung der KV Hamburg warnt vor einer Separierung der KBV nach Versorgungsbereichen. Dies hätte auch regional Folgen.

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HAMBURG. In Hamburg befürchtet man durch eine Trennung der KBV nach Versorgungsbereichen erhebliche Nachteile. In einer Resolution wenden sich die KV-Vertreter entschieden gegen entsprechende Pläne.

"Eine solche Entwicklung könnte nicht nur auf die Bundesebene begrenzt werden und würde damit auch die regionalen KV-Strukturen beschädigen", heißt es in der mit nur einer Gegenstimme verabschiedeten Resolution.

Die KV fürchtet etwa eine Schwächung ihrer Position bei Honorarverhandlungen. Die Vertreterversammlung forderte ihren Vorstand zugleich auf, in Berlin für eine sachbezogene Aufgabenzuweisung im KBV-Vorstand einzutreten, etwa nach Kriterien wie Sicherstellung.

Dies ist derzeit nicht der Fall. KBV-Vorstand Regina Feldmann ist für den hausärztlichen Bereich zuständig und steht in einigen Bundesländern in der Kritik. Auch Hamburgs KV-Chef Walter Plassmann zählt zu den Unzufriedenen.

Feldmanns Pläne, die Trennung in der KBV-Verwaltung weiterzuführen, hält Plassmann für einen "Spaltpilz", der geeignet sei, "die Organisation irgendwann zum Platzen zu bringen" und "die Verwaltung lahm zu legen".

Er sprach von einer "Anomalie, die schon im Vorstand nicht funktioniert". Feldmann hat laut KV gefordert, dass in jedem KBV-Dezernat Mitarbeiter beschäftigt werden, die ihr direkt zuarbeiten sollen. Außerdem sollten in versorgungsbereichsbezogenen Fragen nur noch die jeweils betroffenen Haus- oder Fachärzte Stimmrecht erhalten.

Plassmann: Trennung durch nichts begründet

Diese von Feldmann forcierte Trennung sieht Plassmann in der Realität vor Ort durch nichts begründet. "Ich kenne keine KV in Deutschland, in der Spannungen zwischen Fach- und Hausärzten eine Trennung erforderlich machten", sagte Plassmann.

Der KV-Vorstand bekam für seine Linie breite Unterstützung.Hausärztin Dr. Silke Lüder berichtete, dass bei einer kürzlichen Versammlung von Haus- und Kinderärzten aus der Hansestadt mit 280 Teilnehmern tiefer Frust über die hausärztliche KBV-Politik geherrscht habe.

"Es ist doch absurd: der EBM wird schon vor seiner Einführung reformiert. Das Chaos wurde von den eigenen Vertretern unter Führung von Frau Feldmann verursacht", sagte Lüder. Ihr hausärztlicher Kollege Dr. Stephan Hofmeister forderte vom KBV-Vorstand, "dass wir uns nicht weiter nach außen blamieren".

Er erwartet vom KBV-Vorstand, dass dieser sich keiner einzelnen Arztgruppe verpflichtet fühlt: "Dafür gibt es Lobbygruppen".

Als einziger Vertreter hielt Dr. Volker Lambert die Resolution für übertrieben und warnte davor, allein Feldmann für die Probleme verantwortlich zu machen. (di)

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