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Tarifeinigung

Voller Nachtzuschlag für Klinikmitarbeiter!

Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst ist beendet. Die Einigung bringt Mitarbeitern von Krankenhäusern einige Verbesserungen.

Veröffentlicht:
Thomas Böhle (v.l.), Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands (VKA), Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Frank Bsirske, verdi Vorsitzender, geben die Einigung bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst bekannt.

Thomas Böhle (v.l.), Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands (VKA), Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Frank Bsirske, verdi Vorsitzender, geben die Einigung bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst bekannt.

© Bernd Settnik / dpa

POTSDAM. Die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst bringt auch Verbesserungen für die Beschäftigten in den Krankenhäusern.

So sollen die Klinikmitarbeiter „spätestens Anfang 2019“ den vollen Nachtzuschlag von 20 statt zuvor 15 Prozent bekommen, wie ein Verdi-Sprecher auf Anfrage bestätigte.

Zudem erhalten sie in drei Stufen drei Tage mehr Urlaub für Arbeit in Wechselschicht: jeweils einen Tag zusätzlich in den Jahren 2019, 2020 und 2021.

In der Nacht zum Mittwoch hatten sich die Dienstleistungsgewerkschaft und Arbeitgeber von Bund und Kommunen auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

7,5 Prozent Lohnsteigerungen

Demnach erhalten die rund 2,3 Millionen Beschäftigten über die gesamte Laufzeit der Vereinbarung von 30 Monaten Lohnsteigerungen von insgesamt rund 7,5 Prozent.

Dies soll in drei Stufen bis zum Jahr 2020 erfolgen: Von 1. März an gibt es ein Plus von knapp 3,2 Prozent, zum April 2019 knapp 3,1 und zum März 2020 in der letzten Stufe knapp 1,1 Prozent.

Besonders hohe Zuwächse habe man in denjenigen Bereichen vereinbaren können, in denen der Öffentliche Dienst die größten Probleme habe Arbeitskräfte zu finden, sagte der Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführer Frank Bsirske. Dazu zählen Fach- und Führungskräfte, Techniker, Ingenieure, IT-Fachleute und Mitarbeiter in den sozialen Berufen.

Vorausgegangen waren in den zurückliegenden Tagen zahlreiche Warnstreiks, an denen sich insgesamt 220.000 Beschäftigte beteiligt hatten. (bar)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Ein erster, wichtiger Schritt

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