Berufspolitik

Wer aufs Land geht, der kriegt einen Studienplatz

GREIFSWALD (di). Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Manuela Schwesig (SPD) will Versorgungsprobleme durch mehr Planung lösen. Schon Studienplatzbewerber sollen sich für unterversorgte Regionen entscheiden.

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Damit sich Ärzte verstärkt in den unterversorgten Gebieten niederlassen, will Schwesig schon bei der Studienplatzvergabe eingreifen. "Ziel ist, für solche Bewerber Studienplätze vorzuhalten, die ihren Beruf in Gebieten mit Unterversorgung ausüben wollen", sagte Schwesig anlässlich einer Veranstaltung mit Medizinstudenten in Greifswald.

Sie kündigte außerdem an, sich auf Bundesebene für eine Änderung der Bedarfsplanung einzusetzen. "Sie muss den tatsächlichen Gesundheitszustand der Bevölkerung berücksichtigen und sie muss kleinere Räume erfassen", forderte die Gesundheitsministerin. Zugleich warb sie in Greifswald für den Beruf des Hausarztes und betonte dessen Lotsenfunktion im Gesundheitssystem. Dabei setzt sie auch auf eine bessere Heranführung der Studenten an das Fach. "Ich glaube, dass eine stärkere Anbindung der Allgemeinmedizin an den Universitäten erforderlich ist, um das Ansehen der Hausärzte zu steigern."

Nach ihren Angaben hat sie sich für die Einrichtung einer Professur für Allgemeinmedizin an der Greifswalder Universität, die zu den beliebtesten unter deutschen Medizinstudenten zählt, eingesetzt. Allerdings ist fraglich, wie realistisch dieses Ziel angesichts der hohen Schulden des Landes ist. Wie berichtet, hatte die KV des Landes jüngst eine Stiftungsprofessur für Allgemeinmedizin in Rostock eingerichtet, deren Kosten nach sechs Jahren von der Uni getragen werden müssen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Angestaubte Ideen eines Politiktalents

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