Kommentar – Vorschlag von Westerfellhaus

Wer will Ko-Pilot werden?

Von Dr. Florian Staeck Veröffentlicht: 21.11.2018, 16:30 Uhr

Geld pflegt nicht: Das ist eine Binse, und doch wird hiermit eine der größten Baustellen der jüngsten Pflegereformen benannt. Durch sie stellt der Gesetzgeber massiv mehr Geld bereit, doch die pflegenden Angehörigen, der oft titulierte „größte Pflegedienst der Nation“, bleiben dennoch häufig ohne professionelle Unterstützung.

Versorgungsforscher zeichnen derweil ein düsteres Bild der bundesweit 4,5 Millionen Menschen, die Angehörige zu Hause pflegen. Davon sind eine Million älter als 70 Jahre alt. Viele von ihnen arbeiten am Rande der Erschöpfung – und noch darüber hinaus.

Ob der „Pflege-Ko-Pilot“ hier Linderung bringen kann, ist nicht ausgemacht. Das Konzept des Pflegebevollmächtigten der Regierung, Andreas Westerfellhaus, sieht eine aufsuchende Begleitung von Angehörigen vor. Sie sollen durch dauerhafte Ansprechpartner unterstützt und beraten werden.

Überforderung und Pflegekrisen könnten so vermieden werden, so die Hoffnung. Das Problem ist richtig erkannt, doch der Flaschenhals ist auch hier das Personal: Wo kommen tausende qualifizierte Case-Manager her, die Angehörige beraten sollen?

Lesen Sie dazu auch: Pflegebevollmächtigter: Mit Pflege-Ko-Pilot Gewalt vermeiden

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