Berufspolitik

Widerstand gegen Psychiatrie-Pauschalen

BERLIN (ras). Die geplante pauschalierte Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen wird dem künftigen Personalbedarf nicht gerecht werden, fürchtet die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN).

Veröffentlicht:

Sie forderte anlässlich einer Anhörung im Bundesgesundheitsministerium Korrekturen beim geplanten "Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems" für diese Einrichtungen.

Aus dem Referentenentwurf gehe nicht hervor, wie die neuen Entgeltregeln den steigenden Personalbedarf in der Psychiatrie berücksichtigen, kritisiert die DGPPN.

Deswegen solle das BMG den Kliniken die Möglichkeit geben, ihre Personalstellen nachzuverhandeln, bevor das Gesetz in Kraft tritt.

Nach Angaben der Gesellschaft wird der Personalbedarf wachsen, weil in allen Altersgruppen immer mehr Menschen psychisch erkranken. Auch angesichts des demografischen Wandels sei künftig mit einem steigenden Behandlungsbedarf zu rechnen.

Im Gesetzentwurf erkennt die DGPPN aber auch gute Ansätze, mit denen auf die besonderen Bedürfnisse psychisch kranker Menschen eingegangen wird.

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Menschen demonstrieren im September 2021 vor dem Bundesrat für die Abschaffung des Paragrafen 219a. Der Bundesrat lehnt einen Antrag von fünf Ländern aber ab.

© Wolfgang Kumm/dpa

Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche

Abschaffung von §219a StGB: Justizminister legt Entwurf vor