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Wirtschaftsrat fordert Testphase für den Fonds

KIEL (di). Der Wirtschaftsrat der CDU im Norden fordert eine Testphase für den Gesundheitsfonds. Vom Bundesgesundheitsministerium erwartet die Organisation belastbare Zahlen zu den Auswirkungen des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs.

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"Wir wissen bis heute nicht, wie hoch die Verluste für einzelne Länder wie Bayern oder Baden-Württemberg sein werden", kritisierte der Landesvorsitzende Elard Raben.

Er hat eine hohe Verunsicherung der Krankenkassen ausgemacht, die wegen der schwer kalkulierbaren Folgen des Fonds und des Morbi-RSA nach Beobachtung Rabens schon heute davor zurückschrecken, neue Versorgungsstrukturen voranzutreiben. Somit würden Verbesserungen in der medizinischen Versorgung "auf die lange Bank geschoben".

Um den Kassen die Verunsicherung zu nehmen, sollte nach Ansicht des Wirtschaftsrates eine ein- bis zweijährige Test- und Evaluierungsphase der Umsetzung des Gesundheitsfonds vorgeschaltet werden. "Die Krankenkassen kalkulieren ihre Finanzen für das Jahr 2009 im Blindflug", sagte Raben unter Verweis auf die bis ersten November abzuschließende Haushaltsplanung der Kassen. Die Höhe des künftig einheitlichen Beitragssatzes wird aber voraussichtlich kurz zuvor bekannt gegeben. Auch die für den Kassenwettbewerb maßgeblichen Zusatzbeiträge sind nach seiner Einschätzung ohne Erfahrungswerte schwer zu kalkulieren. "Wenn sich eine Kasse hier verrechnet, kann das für sie existenzielle Folgen haben", warnte Raben. Dem Wirtschaftsrat gehören bekannte Personen aus Politik und Wirtschaft im Norden an.

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