Destatis

Wo Frauen in Führungspositionen vorn liegen

Knapp ein Drittel der Führungskräfte in Deutschland sind Frauen. Die Nase vorn haben sie laut Destatis allerdings in zwei Bereichen.

Veröffentlicht: 24.09.2018, 11:15 Uhr
Wo Frauen in Führungspositionen vorn liegen

Überdurchschnittlich vertreten waren weibliche Führungskräfte im vergangenen Jahr neben dem Bereich Erziehung und Unterricht auch im Gesundheits- und Sozialwesen.

© vm / Getty Images / iStock

WIESBADEN. Im Jahr 2017 lag der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei 29,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Ihr Anteil an Führungspositionen war damit deutlich geringer als der Anteil der Frauen an allen Erwerbstätigen (46,5 Prozent).

Überdurchschnittlich vertreten waren weibliche Führungskräfte nach Angaben der Behörde vom Montag im Bereich Erziehung und Unterricht (64,6 Prozent) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (61,3 Prozent). In diesen Branchen ist auch der Frauenanteil an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen höher.

Besonders wenige weibliche Führungskräfte gab es nach Angaben der Wiesbadener Statistiker 2017 hingegen im Baugewerbe (11 Prozent) und in der Industrie (16,9 Prozent).

Zu den Führungspositionen zählen Vorstände und Geschäftsführerinnen beziehungsweise Geschäftsführer sowie Führungskräfte in Handel, Produktion und der Dienstleistungsbranche. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 4,6 Prozent aller erwerbstätigen Führungskräfte.

Jede zehnte Führungskraft arbeitet über 48 Stunden

Was Führungskräfte beider Geschlechter gemeinsam haben: Sie arbeiten häufig vergleichsweise lang. Etwa jeder zehnte (10,7 Prozent) Vollzeit-Erwerbstätige in Deutschland arbeitet regelmäßig mehr als 48 Stunden in der Woche. Bei Männern ist das den Berechnungen zufolge mit 13 Prozent etwa doppelt so häufig der Fall wie bei Frauen (6,3 Prozent).

Generell gelte: je älter, desto länger die Arbeitszeiten. Das hänge auch damit zusammen, dass Führungskräfte eher in höheren Altersgruppen zu finden seien, schreibt das Bundesamt in seiner Untersuchung zur Qualität der Arbeit. So arbeiteten nur zwei Prozent der Vollzeiterwerbstätigen im Alter von 15 bis 24 Jahren mehr als 48 Stunden pro Woche. Bei den Vollzeiterwerbstätigen zwischen 55 und 64 Jahren lag dieser Anteil hingegen bei 13,6 %. (dpa)

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