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AOK Bayern

Zehn Euro Zuschlag für DMP-Betreuung

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Für die Behandlung von Patienten, die besonders betreuungsintensiv sind, zahlt die AOK Bayern den Hausärzten im Freistaat seit 1. April extrabudgetär einen Zuschlag von zehn Euro je Behandlungsfall. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sieht darin "Auswüchse" des Morbi-RSA.

Mit der Förderung "besonders betreuungsintensiver Behandlungsformen" soll erreicht werden, dass bei "fortgeschrittenen Krankheitsbildern intensivierte Versorgungsmaßnahmen eingeleitet und mögliche Organschädigungen anhand einer differenzierten Diagnostik rechtzeitig erkannt werden können", heißt es in einem Rundschreiben der KV Bayerns (KVB).

Die Vereinbarung mit der AOK Bayern umfasst die Krankheitsbilder Diabetes mellitus mit renalen oder multiplen Komplikationen bei Vorliegen einer chronischen Niereninsuffizienz Stadium 1 oder 2 sowie COPD GOLD-Stadium III und IV mit chronisch respiratorischer Insuffizienz.

Um die Förderung zu bekommen, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein, darunter auch - wenn möglich - die Einschreibung in die entsprechenden Disease-Management-Programme sowie die "exakte endständige Angabe aller relevanten gesicherten Diagnosen des Patienten als ICD-Codes" in der Quartalsabrechnung.

Eine zusätzliche Abrechnungsziffer sei nicht erforderlich, vielmehr werde der Zuschlag bei exakter ICD-Kodierung bei der Quartalsabrechnung automatisch hinzugesetzt, heißt es in dem KVB-Rundschreiben.

Die AOK Bayern war für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen. (sto)

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