Hausbesuch in Brandenburg

Zu Fuß zum Patienten

POTSDAM (ami). Hausbesuche bei Patienten sollen in Brandenburg ab sofort nur noch zu Fuß unternommen werden. Dazu hat der Hausärzteverband Brandenburg (HÄVBB) alle Hausärzte im Flächenland aufgerufen.

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Mit der Aktion will der Verband den Protest gegen das Verhalten der Krankenkassen bei den Honorarverhandlungen untermauern. Er kritisiert zugleich, dass die Kosten für Fahrten zu Hausbesuchen von den Krankenkassen nicht übernommen werden.

"Bei der Vergütung eines Hausbesuches sind die Kosten für die Benutzung unseres PKW gar nicht berücksichtigt. Die Kalkulation beruht noch auf dem Stand von 1997. Da lag übrigens der Preis für einen Liter Benzin bei knapp 1,70 DM, also rund 80 Cent", sagte Dr. Johannes Becker, Vorstandsmitglied des Landeshausärzteverbands.

Es sei empörend und nicht mehr länger hinzunehmen, dass sich die Vertreter der Krankenversicherungen auf Bundesebene weigerten, die objektiven Kostensteigerungen bei der Vergütung ärztlicher Tätigkeiten zu berücksichtigen.

Patienten, die zu Fuß nicht erreichbar sind, sollen in den Praxen versorgt werden. Becker zeigt sich überzeugt, dass die Patienten Verständnis für diese Maßnahmen haben.

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