Stadt und Land

Zwei Welten bei Alkohol & Co.

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HAMBURG. Jugendliche in Städten zeigen ein anderes Suchtmittelverhalten als ihre Altersgenossen auf dem Land. So spielt Alkohol bei den Hamburger Jugendlichen eine geringere Rolle als auf dem Land, wo weniger geraucht und Cannabis konsumiert wird.

Dies geht aus den Ergebnissen der Schüler- und Lehrerbefragungen zum Umgang mit Suchtmitteln (SCHULBUS) hervor, die als Regionalstudie über die Grenzen Hamburgs hinaus angelegt wurde. Für die Studie wurden Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren befragt. Kernergebnisse:

35 Prozent der Jugendlichen im ländlichen Raum betreibt regelmäßig "Binge Drinking", trinkt also fünf oder mehr Gläser Alkohol bei einer Gelegenheit. In Hamburg liegt dieser Anteil unter den Gleichaltrigen bei 25 Prozent.

In Hamburg geben 30 Prozent der Jugendlichen an, aktuell zu rauchen, auf dem Land schwankt dieser Wert zwischen 21 und 27 Prozent.

Auch beim Umgang mit Cannabisprodukten gibt es ein Stadt-Land-Gefälle: Mit zunehmendem Urbanisierungsgrad steigt der Anteil aktueller Konsumenten spürbar. Der Anteil der Jugendlichen, die in Hamburg Cannabis zu sich nehmen, ist von rund elf Prozent im Jahr 2009 auf etwa 17 Prozent im Jahr 2012 gestiegen. Im ländlichen Raum sind es hingegen zwischen vier und acht Prozent.

Vier Prozent der Jugendlichen insgesamt gelten als suchtgefährdete PC-Spiele-Nutzer und fast sieben Prozent geben an, mehrmals im Monat an Glücksspielen um Geld teilzunehmen, obwohl sie auf diese laut Jugendschutzgesetz keinen Zugriff haben dürfen. (di)

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