Arzneimittelpolitik

Zweitmeinung sorgt bei Patienten für Verunsicherung

BERLIN (ami). Das neue Zweitmeinungsverfahren für die Verordnung von teuren Therapien ruft in der Onkologie nicht nur bei Ärzten, sondern auch bei Patienten große Bedenken hervor.

Veröffentlicht: 04.06.2009, 05:00 Uhr

Das wurde bei der Veranstaltung "Quo Vadis Deutschland in der innovativen Krebstherapie" im Rahmen des Hauptstadtkongresses deutlich. "Patienten sind verunsichert, wenn sie eine Zweitmeinung einholen müssen. Das halte ich nicht für sehr heilsam, auch mit Blick auf das Verhältnis der Patienten zum Onkologen", sagte die Brustkrebsbetroffene und Buchautorin Annette Rexrodt von Fircks.

Dr. Kai Richter, Medizinischer Direktor des Arzneimittelhersteller Astra Zeneca, wies darauf hin, dass besonders in der Onkologie transparent sein müsse, weshalb in einem Einzelfall eine Therapie nicht eingesetzt werde.

"Wenn das Zweitmeinungsverfahren wissenschaftlich korrekt vorgenommen wird und nicht allein zum Zweck der Kostensenkung, dann kann es durchaus Sinn machen", so Richter mit Blick auf die immer individuelleren Behandlungsmöglichkeiten bei Tumorerkrankungen.

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