Kommentar

Abschied von der Preisstabilität

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht:

Als Computer vor rund 20 Jahren zunehmend in Arztpraxen kamen, fiel es vielen Ärzten schwer, sich an das neue Werkzeug zu gewöhnen. Mittlerweile ist den meisten klar geworden, dass angesichts der immer weiter zunehmenden Regelungsdichte eine Praxistätigkeit ohne EDV kaum noch vorstellbar wäre. Die DMP sind nur eines von vielen Beispielen.

Zur Akzeptanz der Praxis-EDV hat sicher nicht zuletzt beigetragen, dass der Preis für die Softwarepflege über Jahre hinweg weitgehend stabil geblieben ist - und das bei zunehmenden Anforderungen an die EDV weit über die Diskettenabrechnung hinaus.

Die Zeit der Preisstabilität könnte jetzt vorerst zu Ende gehen. Denn nur durch steigende Werbeeinnahmen konnten die großen Anbieter ihre Gebühren konstant halten und trotzdem gute Renditen erwirtschaften. Das dürfte nach den neuen Regeln zur Werbung in der EDV schwerer werden - und spätestens Anfang 2009 werden das viele Ärzte bei ihren Praxiskosten spüren.

Der Ärger darüber dürfte zu verschmerzen sein, wenn die Honorare gleichzeitig tatsächlich steigen. Dennoch bleibt die Frage, ob der Eingriff der Körperschaften in die Software nicht etwas zu harsch ausgefallen ist. Regulierung gibt es im Gesundheitswesen schon genug.

Mehr zum Thema

Benchmarking mithilfe der EDV

Wie Ärzte die eigene Praxis einschätzen können

Das könnte Sie auch interessieren
Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

© [M] Scherer: Tabea Marten | Spöhrer: privat

„EvidenzUpdate“-Podcast

Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

Digitalisierung und Datenschutz pandemiekonform: SVR-Vorsitzender Professor Ferdinand Gerlach (li.) am 24. März in Berlin bei der Vorstellung des Ratsgutachtens und der Bundesdatenschutzbeauftragte Professor Ulrich Kelber (re.) einen Tag später bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichts.

© [M] Gerlach: Wolfgang Kumm / dpa | Kelber: Bernd von Jutrczenka / dpa

„ÄrzteTag“-Podcast

„Wir verlangen Digitalisierung mit Gehirnschmalz!“ (Streitgespräch Teil 1)

Thorsten Kaatze, kaufmännischer Direktor am Uniklinikum Essen

© UK Essen

„ÄrzteTag“-Podcast

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
In vielen Einrichtungen längst gefordert, das Einhalten der 3G-Regel. MEDI setzt sich dafür ein, dass auch Arztpraxen außerhalb von Notfällen die 3G-Regel anwenden können, in vielen Kliniken sei dies schon üblich.

© Sebastian Gollnow / dpa

Corona-Pandemie

MEDI fordert 3G in der Arztpraxis

Medizinstudent Heiner Averbeck.

© Porträt: Lukas Zähring | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag“-Podcast

Haben Sie nach Ihrem Medizinstudium noch Lust auf Arzt, Herr Averbeck?

Impfung gegen Corona: Aufgrund aktueller Studiendaten rät das Kompetenznetz MS (KKNMS) bei allen MS-Patienten unabhängig von ihrer Immuntherapie zu einer COVID-19-Impfung.

© fotoak80 / stock.adobe.com

Aktuelle Studien

Corona-Impfung für Patienten mit Multipler Sklerose sicher