Umfrage zeigt

Ärzte sind E-Health gegenüber immer offener

Über 40 Prozent glauben, dass Health-Apps künftig sogar ihren Weg in die Leitlinien finden.

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HAMBURG. Mit "differenzierter Aufgeschlossenheit" begegnen niedergelassene Ärzte in Deutschland der Digitalisierung. Als behutsam bei Neuerungen, aber ohne Berührungsängste gegenüber den Möglichkeiten der neuen Medien beschreiben die Autoren der aktuellen Studie "Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit" die Einstellung der Ärzte in Sachen E-Health.

Insbesondere gegenüber therapieunterstützenden Apps wird diese Aufgeschlossenheit deutlich. Noch vor einem Jahr konnte sich jeder zweite Arzt nicht einmal vorstellen, dass Apps den Gesundheitszustand ihrer Patienten überwachen könnten.

Heute gehen 44 Prozent der Ärzte davon aus, dass therapieunterstützende Apps innerhalb der kommenden Jahre sogar in die Leitlinien aufgenommen werden; nur knapp 24 Prozent der für die Studie befragten 489 Ärzte stimmten dieser These ausdrücklich nicht zu.

84 Prozent der Praxen ans Netz angebunden

Das größtes Potenzial von E-Health sehen Ärzte hinsichtlich der Patientenversorgung in einem größeren räumlichen Radius, in der Verbesserung der Patientensicherheit sowie in der Anwendung von Apps im Rahmen der Behandlung und des Self-Monitoring.

Aus den Antworten der jährlich im Auftrag der Stiftung Gesundheit veranlassten Befragung wird auch deutlich, dass Praxen das Internet umfassender nutzen als interne Vernetzungen. 84 Prozent der Praxen verfügen über eine Internetverbindung, wobei fast 57 Prozent über das Praxisnetzwerk auf das Web zugreifen und 27 Prozent über einen separaten PC.

Zwölf Prozent nutzen das Internet in der Praxis nicht, vier Prozent machten hierzu keine Angaben.

Der Anteil der Ärzte, für die negative Folgen der IT im Vordergrund stehen, nimmt immer mehr ab: Weniger als ein Viertel glaubt, dass Computer die Beziehung zum Patienten negativ beeinflussen. (di)

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